Der eskalierende Konflikt im Nahen Osten wirft einen Schatten auf die globalen Halbleiter-Lieferketten. Während Investoren eine Verknappung wichtiger Rohstoffe fürchten, stellen sich große Wall-Street-Banken nun schützend vor Taiwan Semiconductor. Die Analysten sehen das fundamentale Wachstum durch den KI-Boom als intakt an, auch wenn ein spezifisches Risiko für den Chip-Giganten wächst.
Volle Lager, starkes Wachstum
Experten von Bernstein und der Bank of America wischen Sorgen über akute Materialengpässe beiseite. Laut der BofA verfügen die Chiphersteller über ausreichende Lagerbestände an wichtigen Rohstoffen, die für vier bis sechs Monate reichen. Kurzfristige Produktionsausfälle durch den Konflikt zwischen den USA und dem Iran gelten daher als unwahrscheinlich. Bernstein prognostiziert für das laufende Jahr sogar einen Gewinnanstieg von 40 Prozent bei TSMC und rechnet bis 2029 mit einem jährlichen Umsatzwachstum von 25 Prozent.
Ein größeres Risiko stellt die Energieversorgung dar. TSMC allein verbraucht rund neun Prozent des gesamten taiwanesischen Stroms. Da Katar seine Flüssiggasexporte (LNG) ausgesetzt hat und Taiwan ein Drittel seines LNGs aus dem Emirat bezieht, wachsen die Bedenken bei institutionellen Anlegern. Zwar verfügt der Auftragsfertiger über eine hohe Preissetzungsmacht, um höhere Kosten an Kunden weiterzugeben. Eine instabile Stromversorgung während der extrem hohen Nachfrage nach KI-Chips könnte die Produktionseffizienz dennoch belasten.
KI bleibt der strukturelle Anker
Abseits der Geopolitik treibt die künstliche Intelligenz das Geschäft weiter an. Der Anteil der KI-bezogenen Einnahmen soll bis Ende 2026 auf über 20 Prozent des Gesamtumsatzes steigen. Zusätzliche Einnahmequellen erschließt sich der Konzern neuerdings durch sogenannte Base Dies für High Bandwidth Memory (HBM) – eine essenzielle Basisschicht für moderne Speicherchips. Die anhaltende operative Stärke spiegelt sich auch im Kurs wider: Aktuell notiert der Titel bei 303,50 Euro und verzeichnet damit auf Jahressicht ein massives Plus von über 92 Prozent.
Wie robust das Geschäftsmodell in diesem komplexen Umfeld tatsächlich ist, wird sich zeitnah in den Büchern zeigen. Am 16. April 2026 veröffentlicht TSMC seinen Bericht für das erste Quartal. Parallel dazu läuft die Vorbereitung der diesjährigen Hauptversammlung: Inhaber von Hinterlegungsscheinen (ADS) können zwischen dem 31. März und dem 7. April formelle Anträge für die Agenda einreichen.
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