Der weltgrößte Auftragsfertiger für Halbleiter sieht sich plötzlich mit ungewohntem Gegenwind konfrontiert. Während Intel mit seiner neuen 18A-Technologie einen technologischen Vorsprung beansprucht und Investoren verunsichert, offenbart ein genauerer Blick auf die Auftragsbücher eine andere Realität. Die taiwanische Chip-Schmiede kontert den Angriff mit einer restlos ausverkauften 2-Nanometer-Produktion.
Technologischer Wettlauf und geopolitische Sorgen
Verantwortlich für die jüngste Nervosität unter Anlegern ist der amerikanische Konkurrent Intel. Mit der Einführung des 18A-Prozesses sichern sich die US-Amerikaner bei der sogenannten rückseitigen Stromversorgung einen zeitlichen Vorsprung von bis zu zwölf Monaten gegenüber TSMCs geplanter A16-Technologie. Diese Entwicklung drückte den Schlusskurs am gestrigen Donnerstag auf 285,00 Euro. Zusätzlicher Druck entstand durch geopolitische Sorgen rund um den Iran-Konflikt, die Ängste vor gestörten Lieferketten für Helium und Energie in Ostasien schürten.
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Bei genauerer Betrachtung relativiert sich der scheinbare Rückstand schnell. Intels neue Fertigung kämpft noch mit geringen Ausbeuten und dürfte erst Ende 2026 die Gewinnschwelle erreichen. Bezeichnend für die tatsächlichen Machtverhältnisse am Markt ist ein anderes Detail: Intel lässt über 90 Prozent seiner kommenden Nova-Lake-Prozessoren nicht in eigenen Fabriken, sondern auf TSMCs N2-Prozess fertigen.
Ausverkaufte Kapazitäten
Gleichzeitig läuft der Hochlauf der 2-Nanometer-Produktion in Taiwan auf Hochtouren. Branchenkreisen zufolge liegen die Testausbeuten bereits bei starken 65 Prozent. Die gesamten Kapazitäten der ersten beiden Werke für das Jahr 2026 sind bereits vollständig vergeben. Apple sichert sich dabei mehr als die Hälfte des Volumens, während Branchengrößen wie Nvidia, AMD und Qualcomm die restlichen Kontingente unter sich aufteilen.
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Um die gewaltige Nachfrage nach KI-Infrastruktur zu bedienen, schraubt das Management die Investitionen deutlich nach oben. Das Kapitalbudget für 2026 steigt auf 52 bis 56 Milliarden US-Dollar, nachdem im Vorjahr noch 41 Milliarden investiert wurden. Angesichts eines Marktanteils von 72 Prozent im reinen Foundry-Geschäft positionieren sich auch die Analysten entsprechend:
- DA Davidson: Kursziel 450 US-Dollar
- Barclays: Kursziel 450 US-Dollar („Overweight“)
- TD Cowen: Kursziel 370 US-Dollar („Hold“)
- Bernstein: Kursziel 330 US-Dollar
Die kurzfristigen Störfeuer durch Intels Vorstoß treffen auf ein robustes Fundament. Mit prognostizierten globalen KI-Investitionen von über 500 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 und einer faktischen Monopolstellung bei hochkomplexen KI-Chips sind die Auftragsbücher auf absehbare Zeit gefüllt. Die technologische Roadmap des Unternehmens eilt potenziellen Herausforderern weiterhin voraus.
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