Der Hunger nach KI-Rechenleistung treibt den weltgrößten Chip-Auftragsfertiger an seine Kapazitätsgrenzen. Wer heute die modernsten Halbleiter bei TSMC bestellen möchte, muss sich auf lange Wartezeiten einstellen. Die Produktionslinien für die fortschrittlichsten Chips sind auf Jahre hinaus blockiert, was Analysten kurz vor den Quartalszahlen zu sehr optimistischen Prognosen veranlasst.
Kampf um Fertigungskapazitäten
Am kommenden Dienstag, den 16. April, öffnet der Konzern seine Bücher für das erste Quartal 2026. Die Vorzeichen stehen gut: Die Investmentbank JPMorgan hob das Kursziel kürzlich auf 2.400 Neue Taiwan-Dollar an. Als Grund nannten die Analysten einen regelrechten Kampf um die begehrten Produktionsplätze. Die Nachfrage ist so gewaltig, dass die modernsten 3- und 2-Nanometer-Fertigungslinien bis Ende 2027 restlos ausgebucht sind.
Diese enorme Auslastung spiegelt sich in den Analystenschätzungen für das anstehende Quartalsergebnis wider:
* Erwartete Bruttomarge: 66,8 Prozent (Unternehmensprognose: 63 bis 65 Prozent)
* Umsatzwachstum: 7 Prozent gegenüber dem Vorquartal
* Umsatzvolumen: Potenzial, die offizielle Zielspanne von bis zu 35,8 Milliarden US-Dollar zu übertreffen
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Milliardeninvestitionen gegen den Engpass
Um den chronischen Angebotsmangel zu beheben, startet der Halbleiterriese einen massiven Investitionszyklus. Schätzungen zufolge fließen zwischen 2026 und 2028 rund 190 Milliarden US-Dollar in die weltweite Expansion. Im Zentrum stehen dabei sogenannte „Gigafabs“, wie die geplante Großanlage nördlich von Phoenix im US-Bundesstaat Arizona.
Diese Investitionen stützen die langfristigen Ziele des Managements. Bis 2029 rechnet TSMC mit einem jährlichen Wachstum der KI-Umsätze im mittleren bis hohen 50-Prozent-Bereich. Der Gesamtumsatz auf US-Dollar-Basis soll im gleichen Zeitraum jährlich um etwa 25 Prozent zulegen.
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Konkurrenz formiert sich in Texas
Aktuell dominiert das Unternehmen mit einem Marktanteil von über 70 Prozent im Foundry-Geschäft und rund 90 Prozent bei hochmodernen Chips. Allerdings formiert sich neuer Wettbewerb. Erst gestern kündigte Intel an, sich dem „Terafab“-Projekt von Elon Musk im texanischen Austin anzuschließen. Gemeinsam mit Tesla und SpaceX soll dort eine gigantische KI-Rechenleistung von einem Terawatt pro Jahr aufgebaut werden.
Trotz dieser langfristigen Manöver der Konkurrenz bleibt TSMC der unangefochtene Hauptlieferant für Branchengrößen wie Nvidia und Apple. Das Marktumfeld liefert starken Rückenwind, wie der Anstieg der weltweiten Halbleiterverkäufe um knapp 62 Prozent im Februar belegt. Die endgültigen Quartalszahlen in der nächsten Woche werden den konkreten finanziellen Ertrag dieser Ausnahmestellung beziffern.
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