TUI hat die Treibstoffkosten für den Sommer gesichert. Die Kunden fehlen trotzdem. Der Reisekonzern senkt seine Jahresprognose, weil der Konflikt im Nahen Osten die Nachfrage abwürgt. An der Börse reagieren Anleger nervös.
Die Aktie verlor zuletzt massiv an Wert. Mit einem Schlusskurs von 6,49 Euro am Freitag summiert sich das Minus seit Jahresanfang auf gut 27 Prozent. Ein RSI-Wert von 22 signalisiert mittlerweile einen stark überverkauften Zustand.
Krieg verschiebt Touristenströme
Die direkten Folgen des Iran-Kriegs belasten die Bilanz. Allein im März kostete der Konflikt den Konzern rund 40 Millionen Euro. TUI musste tausende Urlauber und Crewmitglieder aus der Krisenregion zurückholen.
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Parallel dazu meiden Reisende den östlichen Mittelmeerraum. Klassische Ziele wie die Türkei, Zypern und Ägypten verzeichnen Stornierungen. Urlauber weichen auf Spanien, Portugal und die nordafrikanische Atlantikküste aus. Die Folge: TUI muss teure logistische Umbauten vornehmen. Der Konzern kauft Flugrechte und Hotelkontingente kurzfristig um.
Nachfrage bricht ein, Q2 überrascht
Die Zurückhaltung der Kunden zwingt das Management zum Handeln. Der Vorstand hat die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr ausgesetzt. Das bereinigte operative Ergebnis soll nun zwischen 1,1 und 1,4 Milliarden Euro liegen. Zuvor hatte TUI ein deutliches Wachstum auf den Vorjahreswert in Aussicht gestellt. Im Kernsegment liegen die Sommerbuchungen derzeit sieben Prozent unter dem Vorjahr.
Ein Lichtblick bleibt das zweite Quartal. TUI erwartet hier ein positives bereinigtes EBIT von bis zu 25 Millionen Euro. Im Vorjahr stand noch ein dreistelliger Millionenverlust in den Büchern.
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Analysten bewerten Lage unterschiedlich
Das US-Analysehaus Bernstein Research sieht die schwache Nachfrage als Hauptrisiko. Die Experten belassen die Aktie auf „Market-Perform“ mit einem Kursziel von 9,20 Euro. Die Analysten betonen, dass steigende Kerosinpreise nicht das Problem sind. TUI hat den Treibstoffbedarf für den Sommer bereits zu 83 Prozent abgesichert.
Andere Banken zeigen sich optimistischer. J.P. Morgan rät mit einem Ziel von 13,50 Euro zum Übergewichten. Die Deutsche Bank ruft 12 Euro als Kursziel auf. Sie verweist auf die stabile Nachfrage bei klassischen Pauschalreisen.
Am 13. Mai 2026 präsentiert TUI die Zahlen für das zweite Quartal und das erste Halbjahr. Dann muss das Management detailliert belegen, wie teuer die Verlegung der Sommerkapazitäten in den westlichen Mittelmeerraum tatsächlich wird.
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