TUI bekommt gerade Hilfe von zwei Seiten: Ratingagenturen werden freundlicher, und operativ liefert vor allem das Kreuzfahrtgeschäft starke Signale. Gleichzeitig bleibt das Umfeld heikel, weil die Buchungen teils hinter dem Vorjahr liegen und Konjunktursorgen die Reisebranche schnell einholen können. Entscheidend ist jetzt, ob aus dem Impuls ein tragfähiger Trend wird.
Ratings und Insiderkäufe stützen die Story
Für Aufmerksamkeit sorgte zuletzt vor allem der Blick der Kreditwächter: Moody’s bestätigte das Rating „Ba3“ und hob den Ausblick von „stabil“ auf „positiv“ an. Begründet wurde das mit den Ergebnissen des Geschäftsjahres 2025 und erwarteten Gewinnsteigerungen. S&P Global Ratings bestätigte zudem das „BB-“ mit stabilem Ausblick.
Auch aus dem Unternehmen selbst kam ein Signal: Mitte Februar kauften mehrere Vorstandsmitglieder, darunter CEO Sebastian Ebel und CFO Mathias Kiep, Aktien. Das ist kein Garant für steigende Kurse – aber es untermauert, dass das Management die eigene Linie mitträgt.
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Operativ: Kreuzfahrten als Stabilitätsanker
Im Tagesgeschäft konnte TUI zuletzt insbesondere im Kreuzfahrtsegment punkten. Dort legte das bereinigte EBIT im ersten Geschäftsquartal deutlich zu. Gleichzeitig stiegen die Kapazitäten um 16%, bei einer Auslastung von nahezu 100%. Zusätzlich bestätigte das Management die Jahresprognose und erwartet für 2025/26 ein Umsatzwachstum von 2 bis 4%.
Unterm Strich wirkt das wie ein Puffer gegen das nervöse Marktumfeld – zumindest solange die Nachfrage in den profitablen Bereichen stabil bleibt.
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Buchungen und Makro: Der Gegenwind bleibt spürbar
Ganz ohne Fragezeichen ist das Bild aber nicht. Für Winter 2025/26 und Sommer 2026 lag der gebuchte Umsatz leicht unter den Vorjahreswerten. TUI verweist auf einen Trend zu kurzfristigeren Buchungen – was die Planung erschwert und die Visibilität für Anleger reduziert.
Zusätzliche Unsicherheit kommt von außen: Ein schwelender Handelskonflikt zwischen den USA und der EU könnte die Konsumlaune dämpfen. Für die Reisebranche ist das ein typischer Stresstest, weil Urlaube schnell zu den Ausgaben gehören, die Haushalte bei Unsicherheit nach hinten schieben.
Zum Wochenausklang steht die Aktie bei 7,94 Euro (heute -2,41%) und damit klar unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 8,81 Euro. Der nächste konkrete Orientierungspunkt für den Markt folgt mit dem Halbjahresbericht am 13. Mai 2026. Bis dahin dürfte sich zeigen, ob die bessere Rating-Stimmung und die Kreuzfahrtzahlen den Buchungstrend überstrahlen können.
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