BlackRock erhöht den Druck auf TUI. Während Urlauber fleißig buchen, wetten institutionelle Investoren verstärkt gegen den Reisekonzern. Diese gegensätzlichen Signale bringen die Aktie in eine angespannte Lage.
BlackRock baut Position aus
Der Vermögensverwalter BlackRock hat seine Netto-Leerverkaufsposition in TUI-Aktien angehoben. Investoren haben mittlerweile über 51 Millionen Anteile des Konzerns leerverkauft. Dies entspricht mehr als 0,5 Prozent des gesamten Kapitals.
Ein Teil des Marktes bleibt skeptisch. Vor allem die geopolitische Lage im Nahen Osten drückt auf die Stimmung. Der Iran-Konflikt zwingt TUI bereits dazu, Kreuzfahrtrouten zu ändern. Das Management passte deshalb die Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2026 an.
Kampf um die Sieben-Euro-Marke
An der Börse ringt das Papier mit einer wichtigen psychologischen Grenze. Die Aktie ging zuletzt bei 7,02 Euro aus dem Handel. Damit verteidigte sie die Marke von sieben Euro nur denkbar knapp.
Seit Jahresbeginn verlor der Titel bereits 21,58 Prozent an Wert. Technisch gesehen notiert TUI derzeit fast punktgenau auf ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Ein Abrutschen unter dieses Niveau könnte den Abwärtstrend der letzten Monate verschärfen.
Barclays setzt auf Trendwende
Analysten von Barclays teilen den Pessimismus der Leerverkäufer nicht. Die Bank bestätigt ihr Kursziel von 10,00 Euro und die Einstufung „Overweight“. Als Grund nennen die Experten die starke Nachfrage in Kernmärkten wie Griechenland und der Türkei.
Diese Buchungen könnten die geopolitischen Risiken mittelfristig ausgleichen. Klarheit bringen voraussichtlich die nächsten Geschäftszahlen. TUI präsentiert seine Ergebnisse für das dritte Quartal im August 2026. Bis dahin entscheidet sich, ob die Unterstützung bei sieben Euro dem Verkaufsdruck standhält.
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