Während die TUI-Aktie seit Jahresbeginn rund 26 Prozent verloren hat, kaufte Vorstandschef Sebastian Ebel am 13. März gezielt zu — für knapp 46.340 Euro zu je 6,62 Euro. Ein ungewöhnliches Signal mitten in einer der schwierigsten Phasen des Jahres.
Nahost-Eskalation trifft Kreuzfahrt und Flug
Der Kursrückgang hat konkrete Ursachen. Seit den Angriffen auf den Iran Ende Februar sind Destinationen wie Dubai, Abu Dhabi und Doha als Reiseziele ausgefallen. TUI Cruises musste die Passagiere der Mein Schiff 4 und Mein Schiff 5 aus der Region heimholen. Das Analysehaus mwb research beziffert den Umsatzausfall auf rund 50 Millionen Euro, der EBIT-Rückgang dürfte etwa 25 Millionen Euro betragen — sofern die Störungen auf März begrenzt bleiben. Müssen die Schiffe über das Kap der Guten Hoffnung umgeleitet werden, kommen weitere 22 Millionen Euro durch höhere Treibstoff- und Logistikkosten hinzu.
Gleichzeitig überschritt Brent-Öl Mitte März kurzzeitig die 100-Dollar-Marke, ein Tagesplus von rund neun Prozent. Für einen Konzern mit eigenen Fluggesellschaften und Kreuzfahrtschiffen sind Kerosinkosten ein erheblicher Budgetposten — und kurzfristig kaum an Kunden weiterzugeben, ohne die Wettbewerbsfähigkeit zu riskieren.
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Als weiteres Belastungszeichen gilt die auf Eis gelegte Oman-Partnerschaft. Das geplante Joint Venture für fünf Hotels in Dhofar, an dem TUI mit 45 Prozent beteiligt gewesen wäre, ist für 2026 praktisch vom Tisch.
Analysten sehen erhebliches Aufholpotenzial
Trotz des Gegenwinds bleibt der Analysten-Konsens konstruktiv. Dreizehn Analysten bewerten TUI im Schnitt als „Outperform“ mit einem Kursziel von 11,43 Euro — das entspräche gegenüber dem aktuellen Kurs von 6,60 Euro einem Aufwärtspotenzial von über 70 Prozent. Das Forward-KGV liegt für 2026 bei 5,23x, für 2027 bei 4,55x, jeweils deutlich unterhalb des Branchendurchschnitts.
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mwb research sieht die Jahresprognose derzeit nicht gefährdet, knüpft das jedoch an eine klare Bedingung: Die Lage im Nahen Osten muss sich bis April spürbar beruhigen. Ebel selbst rechnet mit vorübergehender Buchungszurückhaltung für die Golfregion, beobachtet aber bereits Ausweichbuchungen in die Karibik.
Am 13. Mai veröffentlicht TUI den Halbjahresbericht für das Geschäftsjahr 2026. Dann wird sich zeigen, ob die Sommerbuchungen die geopolitischen Belastungen tatsächlich abfedern — und ob Ebels Kauf zum richtigen Zeitpunkt kam.
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