Zwei Kreuzfahrtschiffe im Persischen Golf gestrandet, Brent-Öl über 100 Dollar — und mittendrin kauft TUI-Chef Sebastian Ebel eigene Aktien. Der Kauf für knapp 46.000 Euro zum Kurs von 6,62 Euro am 13. März sendet ein klares Signal, das am Markt nicht unbemerkt blieb.
Eskalation im Golf trifft TUI direkt
Der operative Auslöser der jüngsten Kursschwäche ist konkret: TUI Cruises musste rund 2.500 Passagiere von der Mein Schiff 5 (Doha) und der Mein Schiff 4 (Abu Dhabi) evakuieren, nachdem Angriffe auf den Iran zur Schließung der Straße von Hormus führten. Charterflüge brachten die Gäste der Mein Schiff 5 von Riad aus zurück nach Deutschland. Beide Schiffe verbleiben vorerst in ihren Häfen — ohne Passagiere, mit reduzierter Besatzung.
Die gestrichenen Abfahrten reichen bis mindestens 23. März für die Mein Schiff 4 und 12. März für die Mein Schiff 5. Weitere Streichungen hängen von der Lage in der Meerenge ab.
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Gleichzeitig kletterte der Brent-Ölpreis am 12. März um rund neun Prozent über die 100-Dollar-Marke. Für einen Konzern, dessen Betriebskosten stark von Kerosin und Schiffstreibstoff abhängen, ist das ein doppelter Belastungsschlag: Die Kosten steigen, während Buchungen aus der Region einbrechen.
Starke Fundamentaldaten treffen auf geopolitisches Risiko
Das Bild ist nicht nur düster. TUI lieferte im ersten Quartal 2026 das beste Winterergebnis der Unternehmensgeschichte — das bereinigte EBIT stieg um 51,5 Prozent auf 77,1 Millionen Euro. Die Nettoverschuldung sank 2025 um 19 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Operativ steht das Unternehmen deutlich stabiler da als noch vor zwei Jahren.
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Ebels Kauf lässt sich vor diesem Hintergrund lesen: Intern scheint man die aktuelle Bewertung — die Aktie notiert rund 19 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt — für übertrieben pessimistisch zu halten. Ob diese Einschätzung trägt, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell sich die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr wieder öffnet und ob das Sommergeschäft in Nordafrika unberührt bleibt.
Die nächsten Quartalszahlen veröffentlicht TUI am 13. Mai 2026 — dann dürfte sich zeigen, wie tief die geopolitischen Verwerfungen tatsächlich ins Jahresergebnis schneiden.
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