Zwei Kreuzfahrtschiffe stecken im Persischen Golf fest, der Ölpreis überschreitet die 100-Dollar-Marke — und TUI spürt beides gleichzeitig. Die Kombination aus steigenden Treibstoffkosten und ausgefallenen Mittelmeer-Routen setzt dem Reisekonzern zum Start der Frühjahrssaison spürbar zu.
Festsitzende Flotte, steigende Kosten
„Mein Schiff 4″ und „Mein Schiff 5″ liegen seit dem Ausbruch des militärischen Konflikts Ende Februar im Persischen Golf fest. Sicherheitsbedenken verhindern die Passage ins Mittelmeer, wo beide Schiffe Routen von Mallorca über Sardinien und Malta bis nach Griechenland bedienen sollten. Zwei für April geplante Kreuzfahrten wurden kurzfristig abgesagt — mit zusammen rund 5.000 Passagierplätzen, die in der Frühjahrssaison fehlen.
Gleichzeitig drückt der Ölpreis auf die Marge. Kerosin und Schiffstreibstoff gehören traditionell zu den größten Kostenpositionen im TUI-Konzern. Bei anhaltend hohen Spotpreisen dürfte es schwerfallen, die Mehrkosten vollständig über Preisanpassungen weiterzugeben, ohne die Buchungslage für den Sommer 2026 zu gefährden.
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Gegenmaßnahmen und Analystenblick
TUI reagiert mit Kapazitätserweiterungen im Flugbereich: 68 zusätzliche Flüge mit rund 10.000 Extraplätzen wurden für April in den Mittelmeerraum eingeplant, um zumindest einen Teil der ausgefallenen Nachfrage aufzufangen.
Analysten bleiben trotz allem überwiegend positiv gestimmt:
- Deutsche Bank: Kaufempfehlung, Kursziel 12,00 Euro — verweist auf robuste Nachfrage bei Pauschalreisen
- Barclays: Kursziel von 12,00 auf 11,00 Euro gesenkt, Einstufung „Buy“ bleibt
- Bernstein Research: „Neutral“, Kursziel 9,20 Euro — mahnt zur Vorsicht beim Tempo der Buchungserholung
Die Aktie notiert seit Jahresbeginn rund 22 Prozent im Minus und liegt deutlich unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 8,01 Euro. Am 13. Mai 2026 legt TUI die Halbjahreszahlen vor — dann wird sich zeigen, wie tief die Konfliktsaison ins Ergebnis schneidet.
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