Der Reisekonzern TUI hat die Evakuierung seiner Passagiere aus dem Nahen Osten erfolgreich abgeschlossen. Die wirtschaftlichen Herausforderungen beginnen für das Unternehmen jedoch erst jetzt. Ein Mix aus stornierten Orient-Routen, einem rasant steigenden Ölpreis und geplatzten Expansionsplänen belastet die Profitabilität schwer.
Am Donnerstag erreichten die letzten 180 Kreuzfahrtgäste der „Mein Schiff 5“ per Charterflug aus Doha den Frankfurter Flughafen. Damit ist das margenstarke Winter- und Frühjahrsgeschäft in der Golfregion nahezu vollständig zum Erliegen gekommen. Erschwerend kommt hinzu, dass der Preis für die Nordseesorte Brent die Marke von 100 US-Dollar überschritten hat. Für TUI mit seinen 134 Flugzeugen und 16 Kreuzfahrtschiffen bedeutet dies drastisch steigende Treibstoffkosten. Da viele Reisen bereits zu Festpreisen verkauft wurden, bleibt das Unternehmen auf diesen Mehrkosten sitzen.
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Geplatzte Expansion und neue EU-Regeln
Neben den geopolitischen Belastungen muss der Konzern strategische Rückschläge hinnehmen. Die geplante Kooperation mit der staatlichen omanischen OMRAN Group zum Ausbau der Präsenz im Dhofar-Gebiet wurde vorerst ausgesetzt. Damit entfällt eine wichtige Ausweichroute, die als stabilere Alternative in der Region galt.
Parallel dazu verschärft das in dieser Woche verabschiedete EU-Gesetz zu Pauschalreisen die operative Lage. Die erweiterten Rechte für Urlauber in Krisenfällen zwingen Reiseveranstalter künftig zu höheren Rückstellungen und treiben die administrativen Kosten bei der Abwicklung von Entschädigungen in die Höhe.
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Diese Kumulation negativer Faktoren hinterlässt deutliche Spuren an der Börse. Der Aktienkurs ist in den vergangenen 30 Tagen um gut 20 Prozent abgerutscht und notiert aktuell bei 6,60 Euro. Damit rückt das 52-Wochen-Tief von 5,86 Euro wieder in greifbare Nähe. Die in Aussicht gestellte Dividende von 0,10 Euro für das laufende Geschäftsjahr bietet den Investoren angesichts dieser Verluste kaum einen Puffer.
Um die Ausfälle im Orient-Segment zu kompensieren, ist TUI nun auf ein extrem starkes europäisches Sommergeschäft angewiesen. Gelingt es dem Management nicht, die gestiegenen Kerosinkosten zeitnah über Preisanpassungen bei kurzfristigen Buchungen an die Kunden weiterzugeben, droht eine spürbare Margenkorrektur für das Gesamtjahr.
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