TUI Aktie: Triple-Rating bestätigt

Die drei großen Ratingagenturen bestätigen ihre Bewertungen für TUI innerhalb einer Woche. Moody's hebt den Ausblick auf positiv, was die finanzielle Stabilisierung des Konzerns nach der Pandemie unterstreicht.

TUI Aktie
Kurz & knapp:
  • Moody's bewertet Ausblick für TUI als positiv
  • Starkes erstes Quartal mit Rekordgewinn bei Kreuzfahrten
  • Nettoverschuldung zeigt deutliche Verbesserungstendenz
  • Rückkehr zu Dividendenzahlungen ab 2026 geplant

Innerhalb von sechs Tagen bestätigen alle drei großen Ratingagenturen ihre Bewertungen für TUI – und Moody’s hebt den Ausblick sogar auf „positiv“ an. Die konzentrierte Rating-Welle im Februar unterstreicht die finanzielle Stabilisierung des Touristikkonzerns nach den Pandemiejahren.

Moody’s macht den Anfang

Am 18. Februar 2026 legt Moody’s vor: Die Agentur bestätigt das Corporate Family Rating bei „Ba3″, ändert den Ausblick jedoch von „stabil“ auf „positiv“. Begründung: Die positiven Ergebnisse des Geschäftsjahres 2025 sowie die Erwartung weiterer Gewinnsteigerungen. Moody’s bewertet das neue Kapitalallokationskonzept als ausgewogen, insbesondere das mittelfristige Ziel einer Nettoverschuldung von unter 0,5x. Die Agentur erwartet eine leichte Verbesserung der Profitabilität in den nächsten 12 bis 18 Monaten, getrieben durch Kosteneinsparungen bei Markets + Airline und die Dynamik bei Holiday Experiences.

Einen Tag später folgt Fitch Ratings mit der Bestätigung des Long-Term Issuer Default Ratings bei „BB“ mit stabilem Ausblick. Fitch hebt die führende Marktposition und die starke Markenbekanntschaft im europäischen Tourismus hervor. Die Agentur verweist auf die Diversifikationsvorteile des vertikal integrierten Geschäftsmodells über Hotels, Kreuzfahrten, Airlines und Reiseveranstaltung. Fitch prognostiziert, dass die EBITDAR-Verschuldung bis zum Geschäftsjahr 2026 auf 2,3x sinkt, nach 2,4x im Vorjahr. Zudem erwartet die Agentur FCF-Margen von mehr als 2 % während der Geschäftsjahre 2026 bis 2028.

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Den Abschluss bildet S&P Global Ratings am 24. Februar: Die Agentur bestätigt das „BB-„-Rating mit stabilem Ausblick.

Starkes Q1 als Fundament

Die Rating-Bestätigungen folgen auf ein operativ starkes erstes Quartal des Geschäftsjahres 2026. TUI erzielte ein Underlying EBIT von 77,1 Millionen Euro – ein Anstieg um 26,3 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahresquartal und das beste Q1-Ergebnis seit der Fusion von TUI AG und TUI Travel im Jahr 2014.

Der Umsatz lag bei rund 4,9 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 1,3 Prozent auf Basis konstanter Wechselkurse entspricht. Besonders stark entwickelte sich das Kreuzfahrtsegment mit einem Rekord-Q1-Gewinn: Das Underlying EBIT stieg um 70,8 Prozent, begünstigt durch eine Kapazitätserweiterung um 16 Prozent bei den verfügbaren Passagier-Kreuzfahrttagen.

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Verschuldung auf Zielkurs

Die Nettoverschuldung nach IFRS 16 lag zum 31. Dezember 2025 bei 3,6 Milliarden Euro – eine Verbesserung um 0,5 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahresstichtag. Wichtig für die Einordnung: Der Q1-Stichtag zeigt branchentypisch den saisonalen Höchststand der Verschuldung, da im Winterquartal hohe Vorauszahlungen für die Sommersaison anfallen.

Zum Geschäftsjahresende am 30. September 2025 – nach der ertragsstarken Sommersaison – hatte TUI die Nettoverschuldung bereits auf 1,3 Milliarden Euro reduziert. Der Nettoverschuldungsgrad verbesserte sich dabei von 0,8x auf 0,6x. Der Konzern hat zudem seinen Finanzierungsmix optimiert, indem Schiffs-Leasing- und Flugzeugfinanzierungen vorzeitig zurückgezahlt und durch einen im Sommer 2025 begebenen Schuldschein über 295,5 Millionen Euro refinanziert wurden.

Ausblick und Dividendenrückkehr

TUI bekräftigte im Rahmen der Q1-Zahlen die Prognose für das Geschäftsjahr 2026: Der Umsatz soll um 2 bis 4 Prozent steigen, das Underlying EBIT um 7 bis 10 Prozent wachsen. Auf der Hauptversammlung am 10. Februar wurde zudem eine Startdividende von 0,10 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025 vorgeschlagen. Ab dem Geschäftsjahr 2026 ist eine Ausschüttungsquote von 10 bis 20 Prozent des Underlying EPS geplant – die Rückkehr zu Dividendenzahlungen nach den Pandemiejahren.

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