Der Nahost-Konflikt trifft TUI härter als zunächst erwartet. Ende April senkte der Reisekonzern seine Jahresprognose — und die Aktie quittierte das mit einem weiteren Kursrutsch.
Gewinnwarnung zieht Prognose nach unten
Statt des ursprünglich angepeilten Wachstums von sieben bis zehn Prozent erwartet TUI für das Geschäftsjahr 2026 nun ein bereinigtes EBIT zwischen 1,1 und 1,4 Milliarden Euro — gegenüber 1,413 Milliarden Euro im Vorjahr wäre das im schlechtesten Fall ein Rückgang. Die Umsatzprognose setzte der Vorstand vorübergehend ganz aus.
Die Ursache ist klar benannt: Kunden buchen zurückhaltender und kurzfristiger. Die gebuchten Umsätze für den Sommer 2026 lagen zuletzt sieben Prozent unter Vorjahr, die Hotelauslastung im zweiten Halbjahr ebenfalls. Allein im März kostete der Konflikt den Konzern rund 40 Millionen Euro — für Rückholaktionen und operative Beeinträchtigungen.
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Nachfrage wandert ins westliche Mittelmeer
Besonders spürbar trifft es die Destinationen im östlichen Mittelmeer: Türkei, Zypern und Ägypten verzeichnen deutliche Rückgänge. Ein Teil der Nachfrage verschiebt sich nach Spanien, Portugal und in Richtung nordafrikanischer Atlantikküste — einen vollständigen Ausgleich schafft TUI damit aber nicht. Die Umverteilung zwingt den Konzern dazu, Kapazitäten neu zu verteilen, Hotelverträge anzupassen und Flugpläne umzuplanen. Das kostet Zeit und Geld.
Auf See gelang immerhin ein operativer Erfolg: Mein Schiff 4 und Mein Schiff 5 konnten den Persischen Golf am 19. April verlassen und nehmen ab Mitte Mai ihre Mittelmeer-Routen auf. Zuvor hatte TUI im März rund 10.000 Gäste und 1.500 Crewmitglieder aus der Region zurückgebracht.
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Halbjahresbericht am 13. Mai als nächster Test
Beim Treibstoff ist TUI gut abgesichert: 83 Prozent des Kerosinbedarfs für den Sommer 2026 sind gehedgt. Bernstein-Analyst Richard Clarke betonte deshalb, dass die Gewinnwarnung nicht auf gestiegene Energiekosten zurückgeht — das Problem liegt ausschließlich auf der Nachfrageseite.
Für das zweite Quartal erwartet TUI trotzdem eine leichte operative Verbesserung: Das bereinigte EBIT soll zwischen 5 und 25 Millionen Euro über dem Vorjahreswert liegen — obwohl die 40-Millionen-Belastung aus dem März bereits eingerechnet ist.
Die Aktie notiert mit rund 6,49 Euro knapp 19 Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts, der RSI liegt bei 27 — technisch überverkauftes Terrain. Seit Jahresbeginn hat das Papier gut 27 Prozent verloren. Ob sich das ändert, hängt wesentlich vom Halbjahresbericht am 13. Mai ab: Zeigt TUI dort, dass die Buchungsschwäche abflacht, könnte das die Grundlage für eine Kurserholung vor der Sommersaison legen.
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