Der Reisekonzern TUI strukturiert seine Führungsebene radikal um. Ende April verlassen zwei langjährige Vorstände das Unternehmen. Im Gegenzug bündelt der Konzern sein operatives Geschäft unter einem neuen Chief Operating Officer. Das Management reagiert damit auf ein anhaltend schwieriges Marktumfeld.
Radikaler Umbau im Vorstand
Die bisherigen Spartenchefs David Schelp und Peter Krueger scheiden zum 30. April 2026 aus dem Konzern aus. Ihre Aufgabenbereiche verschmelzen. Ab Mai übernimmt Marco Ciomperlik die neu geschaffene Position des Chief Operating Officer. Der 50-Jährige leitet künftig das gesamte Veranstaltergeschäft, die konzerneigenen Hotels sowie die Airline.
TUI verspricht sich von der Zentralisierung deutliche Einsparungen. Das Ziel: Synergien heben und den Einsatz künstlicher Intelligenz beschleunigen. Ciomperlik bringt dafür Branchenerfahrung mit. Er stieß 2016 zu TUI und arbeitete zuvor in Führungspositionen bei der insolventen Air Berlin sowie der Deutschen Bank.
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Prognose steht, Buchungen schwächeln
Das umgebaute Management übernimmt in einer anspruchsvollen Phase. Vorbuchungen für die wichtige Sommersaison liegen derzeit leicht unter dem Vorjahresniveau. Die Folge: Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 19 Prozent an Wert verloren. Gestern schloss der Titel bei 7,22 Euro.
Trotz des Gegenwinds hält TUI an seinen Jahreszielen fest. Der Vorstand erwartet ein Umsatzwachstum von zwei bis vier Prozent. Das bereinigte operative Ergebnis soll um sieben bis zehn Prozent zulegen. Im vergangenen Quartal verringerte der Konzern seinen Verlust je Aktie bereits auf minus 0,09 Euro.
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Analysten blicken auf den Mai
Marktbeobachter bewerten die Kostensenkungspläne positiv. Die US-Bank JPMorgan rät weiterhin zur Übergewichtung der TUI-Aktie. Analyst Karan Puri verweist explizit auf die verbesserte Kostenstruktur. Er sieht das Kursziel bei 13,50 Euro. Im Schnitt trauen Analysten dem Papier einen Anstieg auf rund 11,36 Euro zu.
Der nächste Härtetest folgt in wenigen Wochen. Am 13. Mai 2026 präsentiert TUI die Zahlen für das zweite Quartal. Dann muss das Management belegen, ob sich die Buchungslücke zum Vorjahr schließt.
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