Der Konflikt im Nahen Osten verändert das Reiseverhalten der Europäer drastisch. Das trifft den Reisekonzern TUI an einer empfindlichen Stelle. Die Kunden buchen weniger und deutlich kurzfristiger.
Die Zurückhaltung zeigt sich klar in den aktuellen Daten. Im Kernsegment Märkte und Airlines liegen die Sommerbuchungen rund sieben Prozent unter dem Vorjahr. Die Auslastung der konzerneigenen Hotels schrumpft im zweiten Halbjahr im exakt gleichen Ausmaß.
Urlauber meiden wegen der geografischen Nähe zum Konfliktherd den östlichen Mittelmeerraum. Vor allem Reisen in die Türkei, nach Zypern und Ägypten sind aktuell weniger gefragt. Stattdessen zieht es die Touristen nach Spanien, Portugal und an die nordafrikanische Atlantikküste.
Diese Umverteilung in den Westen federt den Einbruch zwar ab. Ein vollständiger Ausgleich gelingt TUI damit aber nicht. Erschwerend kommt hinzu: Die Kunden entscheiden sich immer kurzfristiger für ihren Urlaub. Das macht die Kapazitätsplanung für das Management extrem schwierig.
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Bernstein-Analyst Richard J. Clarke sieht darin ein bemerkenswertes Signal. Die aktuelle Schwäche resultiert primär aus mangelnder Nachfrage, nicht aus gestiegenen Treibstoffkosten. Ein Lichtblick bleibt indes das Kreuzfahrtgeschäft. Abseits von zwei blockierten Schiffen verzeichnet diese Sparte eine starke Saison.
Aktie im Abwärtssog
Die Folge: ein massiver Kursrutsch. Die TUI-Aktie verlor am Freitag vier Prozent auf 6,41 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus damit auf gut 28 Prozent. Das Papier verharrt in einem intakten Abwärtstrend.
Das Management hat ein baldiges Update angekündigt. Im Mai präsentiert TUI die detaillierten Berichte für das erste Halbjahr des laufenden Jahres. Dann legt der Vorstand offen, wie viel Umsatz die Kapazitätsanpassungen im westlichen Mittelmeer tatsächlich retten konnten.
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