UBS: 1,2 Millionen Credit-Suisse-Kunden migriert

Die UBS präsentiert ihre Quartalszahlen vor dem Hintergrund einer abgeschlossenen CS-Integration und neuer, strengerer Schweizer Eigenkapitalregeln.

UBS Aktie
Kurz & knapp:
  • CS-Integration operativ abgeschlossen
  • Neue Eigenmittelverordnung belastet Kapital
  • Aktie seit Jahresbeginn im Minus
  • Renditeziele vorerst bestätigt

UBS startet in eine entscheidende Woche. Am Mittwoch, den 29. April, veröffentlicht die Schweizer Großbank ihre Quartalsergebnisse — und das Umfeld ist komplizierter als noch vor wenigen Monaten.

Erfolgreiche Integration, aber zu welchem Preis?

Die Credit-Suisse-Integration ist operativ abgeschlossen. Bis März 2026 übertrug UBS rund 1,2 Millionen Kundenbeziehungen auf ihre eigenen Systeme. Das tägliche Transaktionsvolumen stieg auf fast 3,1 Millionen — ein Plus von etwa 25 Prozent. Alte IT-Infrastrukturen der Credit Suisse wurden abgeschaltet, weitere Kosteneinsparungen sollen folgen.

Soweit so gut. Der Haken liegt woanders.

Schweizer Regulierung trifft ins Mark

Der Bundesrat verabschiedete am 22. April die neue Eigenmittelverordnung. Das sogenannte „Lex UBS“-Paket trifft die Bank in zwei Stufen.

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Unmittelbar: Neue Regeln bei Software-Abschreibungen und Bewertungsanpassungen reduzieren das harte Kernkapital (CET1) um rund 4 Milliarden US-Dollar. Die CET1-Quote sinkt dadurch um etwa 0,8 Prozentpunkte.

Langfristig ist der Druck noch größer. Ausländische Beteiligungen sollen künftig vollständig mit Eigenkapital unterlegt werden. Für UBS bedeutet das einen zusätzlichen Kapitalbedarf von rund 20 Milliarden US-Dollar — aufgebaut über sieben Jahre. Zusammen mit bereits kommunizierten Anforderungen aus der Credit-Suisse-Akquisition könnte der gesamte CET1-Bedarf auf rund 37 Milliarden US-Dollar steigen, mit jährlichen Kapitalkosten von etwa 3 Milliarden US-Dollar.

UBS bezeichnete das Paket als „extrem“ und nicht international abgestimmt. Kein Wunder, dass Anleger nervös reagieren.

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Aktie unter Druck, Ziele vorerst bestätigt

Die Aktie schloss am Freitag bei 35,29 Euro — seit Jahresbeginn ein Minus von über zwölf Prozent. Knapp oberhalb des 200-Tage-Durchschnitts hat sich das Papier zuletzt stabilisiert.

Analysten erwarten für das erste Quartal einen Gewinn je Aktie von rund 0,84 US-Dollar bei einem Umsatz von etwa 13,3 Milliarden US-Dollar. Vorerst hält UBS an seinen Zielen fest: eine bereinigte Eigenkapitalrendite von rund 15 Prozent bis Ende 2026 sowie Aktienrückkäufe und Dividenden für das laufende Geschäftsjahr.

Entscheidend wird sein, was CEO Sergio Ermotti im Earnings Call am Mittwoch zur Kapitalstrategie sagt. Investoren wollen wissen, wie die Bank die neuen Anforderungen mit geplanten Kapitalrückführungen vereinbaren will — und ob die kommunizierten Renditeziele noch realistisch sind.

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