UBS Aktie: 10 Milliarden Dollar Kostenziele erreicht

Die UBS treibt die CS-Integration schneller voran als geplant, doch neue Eigenkapitalvorschriften belasten die Aktie.

UBS Aktie
Kurz & knapp:
  • CS-Integration schneller als erwartet
  • Kosteneinsparungen von 10 Milliarden Dollar
  • Starkes Handelsgeschäft als Rückenwind
  • Kapitalregeln als Unsicherheitsfaktor

Zwei Tage vor der Ergebnispräsentation läuft bei UBS vieles rund — und trotzdem bleibt ein entscheidender Unsicherheitsfaktor offen. Die Schweizer Großbank hat die Credit-Suisse-Integration schneller vorangetrieben als geplant. Wie viel das wert ist, zeigt sich am Mittwoch.

CS-Integration liefert früh

UBS hat Mitte März die Migration der Schweizer CS-Kunden abgeschlossen. Die alten IT-Systeme können nun abgeschaltet werden. Damit dürfte auch der Großteil des Stellenabbaus beginnen — von aktuell rund 103.000 Vollzeitstellen könnten am Ende nur noch etwa 80.000 übrig bleiben.

Bei den Kosteneinsparungen hat UBS ihr Zwischenziel ein Quartal früher erreicht als geplant. Kumuliert sind es 10 Milliarden Dollar — 77 Prozent des bis Ende 2026 angestrebten Gesamtziels von rund 13 Milliarden Dollar.

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Handelsgeschäft als Rückenwind

Für das erste Quartal rechnen Analysten mit mehr Ertrag und deutlich mehr Gewinn gegenüber dem Vorjahr. 2025 hatte UBS einen Nettogewinn von 7,8 Milliarden Dollar erzielt, ein Plus von 53 Prozent gegenüber 2024.

Ein positives Signal kommt aus den USA: JPMorgan, Citigroup und Wells Fargo haben ihre Quartalszahlen bereits vorgelegt — alle über den Erwartungen, getrieben vor allem durch ein starkes Handelsgeschäft. Das spricht auch für UBS. Deutsche-Bank-Analyst Benjamin Goy sieht die Gewinnschätzungen je Aktie weitgehend stabil: Stärkere Investmentbanking-Prognosen gleichen schwächere Erwartungen im globalen Wealth Management aus.

Regulierung als offene Flanke

Das eigentliche Spannungsfeld ist die Kapitalfrage. UBS schätzt, dass neue Eigenkapitalanforderungen zusätzliches Kernkapital von rund 22 Milliarden Dollar nötig machen würden. Die harte Kapitalquote müsste von 14,4 Prozent auf 18,4 Prozent steigen.

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Das hat direkte Folgen für die Aktionäre. UBS hat Aktienrückkäufe im Volumen von 3 Milliarden Dollar angekündigt — vollständig umgesetzt werden sie aber nur, wenn die Schweizer Regierung die neuen Eigenkapitalregeln nicht in ihrer schärfsten Form durchsetzt. Das laufende Rückkaufprogramm läuft bis Februar 2028 oder bis zum Erreichen des Maximalbetrags.

Zum Regulierungsrahmen will sich UBS am Mittwoch ausführlicher äußern. Am 4. Mai startet im Parlament die Debatte über die Anforderungen an Auslandstöchter — der politisch heikelste Teil der Reform.

Die Aktie notiert aktuell bei rund 35,68 Euro, gut 12 Prozent über dem Stand vor einem Monat, aber noch rund 13 Prozent unter dem Jahreshoch vom Januar. Am Mittwoch ab 06:45 Uhr MESZ liegen die Zahlen auf dem Tisch.

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