Eine milliardenschwere Vereinbarung sorgt am heutigen Dienstag für eine spürbare Entlastung bei den Pensionsverpflichtungen der Schweizer Großbank. Die Legal & General Assurance Society und der Trustee des UBS (UK) Group Pension Plan haben einen Buy-in-Vertrag über ein Volumen von 1,7 Milliarden britischen Pfund abgeschlossen. Die Transaktion sichert die Rentenansprüche von mehr als 7.000 Mitgliedern der entsprechenden UBS-Sektion langfristig ab.

An der Börse reagierte der Titel am Dienstag verhalten positiv. Die Aktie stieg um 0,4 Prozent auf 43,05 Euro.

Entlastung bei betrieblicher Altersvorsorge in Großbritannien

Mit dem Abschluss des Buy-ins überträgt der Pensionsplan finanzielle Risiken aus den Versorgungsverpflichtungen auf den britischen Lebensversicherer Legal & General. Solche Transaktionen dienen in der Regel dazu, Langlebigkeits- und Marktrisiken aus bestehenden Pensionszusagen zu neutralisieren.

Die zugesagten Rentenzahlungen für die über 7.000 betroffenen Mitglieder der britischen Pensionskasse werden damit künftig durch die Versicherungsgesellschaft garantiert.

Für das Finanzinstitut bedeutet dieser Schritt einen weiteren Meilenstein beim Abbau potenzieller bilanzieller Risikofaktoren. Gerade vor dem Hintergrund der anhaltenden Neuausrichtung des Gesamtkonzerns gewinnt das proaktive Management von Altlasten und Pensionsrisiken an Bedeutung.

Portfoliostrukturierung und Fokus auf den 28. Oktober

Die Pensionsvereinbarung fügt sich in die laufenden Bemühungen der Großbank ein, Randbereiche und Verpflichtungen zu bereinigen. Vor rund einer Woche hatte die Bank bereits vereinbart, die früheren Fondsadministrationsgeschäfte der Credit Suisse in der Schweiz und Luxemburg an Northern Trust zu übertragen und sich vollständig aus diesem Geschäftsfeld zurückzuziehen. Der Vollzug dieser Transaktion ist vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen für das zweite Quartal 2027 geplant.

Parallel dazu steht das Institut vor strategischen Weichenstellungen am Heimatmarkt. Vor dem Hintergrund der Debatte um strengere Eigenmittelregeln in der Schweiz, bei denen der Ständerat eine 90-prozentige Unterlegung ausländischer Töchter mit hartem Kernkapital (CET1) unterstützte, hatte die Bank den zusätzlichen Kapitalbedarf laut Reuters auf 16 Milliarden US-Dollar beziffert.

Konzernchef Sergio Ermotti betonte damals zwar, dass die Schweiz weiterhin ein guter Standort bleibe, die Präsenz in den USA jedoch für den Erfolg der Bank notwendig sei.

Die Anleger richten ihre Aufmerksamkeit nun auf den anstehenden Unternehmenstermin: Medienberichten zufolge wird das Institut am 28. Oktober die Geschäftszahlen für das am 30. September beendete Quartal vorlegen.

Im bisherigen Jahresverlauf verzeichnet das Papier ein Plus von 8,2 Prozent. Die anstehenden Zwischenergebnisse dürften zeigen, wie weit die Bank bei den operativen Fortschritten und der weiteren Kosten- und Risikokontrolle vorangekommen ist.