UBS Aktie: Aktionäre senden Signal

Die UBS-Aktionäre bestätigen die Führung, während CEO Kelleher scharfe Kritik an den geplanten Kapitalvorschriften der Schweizer Regierung übt. Der Ausgang des Streits beeinflusst künftige Aktienrückkäufe.

UBS Aktie
Kurz & knapp:
  • Dividende und Verwaltungsrat mit hoher Zustimmung bestätigt
  • Kelleher kritisiert geplante Kapitalerhöhung als extrem
  • Streit mit Bern beeinflusst künftige Aktienrückkäufe
  • Zwei wichtige Termine im April entscheiden über Kurs

Colm Kelleher hat auf der UBS-Generalversammlung in Basel ungewöhnlich klare Worte gewählt — und die Aktionäre haben ihm den Rücken gestärkt. Der Regulierungsstreit mit Bern eskaliert, während die Uhr bis zu zwei zentralen Terminen tickt.

Klare Mehrheiten, klare Botschaft

Die Dividende von 1,10 US-Dollar je Aktie wurde mit nahezu hundertprozentiger Zustimmung genehmigt. Neun Verwaltungsräte wurden wiedergewählt, drei neue kamen hinzu: Markus Ronner, Luca Maestri und Agustín Carstens ersetzen Lukas Gähwiler, William Dudley und Jeanette Wong. Ronner übernimmt das Vizepräsidium von Gähwiler, der sich nach 45 Jahren aus der Branche zurückzieht.

Kelleher selbst erhielt mit 88 Prozent die niedrigste Zustimmungsquote aller Kandidaten — alle anderen wurden mit deutlich über 90 Prozent gewählt. Ein Dämpfer, aber kein Vertrauensentzug.

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Kellehers Kampfansage an Bern

Das eigentliche Thema war ein anderes. Die Schweizer Regierung plant, UBS zu verpflichten, rund 22 Milliarden US-Dollar zusätzliches hartes Kernkapital (CET1) zu halten — was die CET1-Quote auf Gruppenstufe auf etwa 18,5 Prozent treiben würde. Kelleher nannte das „extreme Vorschläge“, die kaum zur Finanzstabilität beitrügen.

Seine Formulierung ließ wenig Spielraum für Interpretation: „Es ist unsere Pflicht, geeignete Optionen sorgfältig zu prüfen, um die negativen Folgen so weit wie möglich zu begrenzen.“ Rückendeckung erhielt er auch vom Bankpersonalverband: Dessen Vizepräsidentin Natalia Ferrara machte Bundesrat und Finma mitverantwortlich für den Untergang der Credit Suisse — wegen exzessiver Ausnahmen statt konsequenter Aufsicht. Die Schweiz könne es sich nicht leisten, die letzte Großbank ins Ausland zu verlieren.

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Einen Rückzug aus dem internationalen Geschäft oder eine Verkleinerung schließt Kelleher ausdrücklich aus. Wie stark UBS künftig Aktien zurückkauft, hängt nach seinen Worten direkt vom Ausgang des Regulierungsstreits ab.

Zwei Termine, ein enger Zeitplan

Am 22. April entscheidet der Bundesrat über den Gesetzesentwurf zu den Kapitalregeln — ein Orientierungssignal für das Parlament, das Anfang Mai über die Kapitalisierung ausländischer Einheiten berät. Nur eine Woche später, am 29. April, legt UBS die Quartalszahlen für Q1 2026 vor. Dabei wird sichtbar, ob die Credit-Suisse-Integration die angestrebte Eigenkapitalrendite von 15 Prozent trägt — und ob der regulatorische Gegenwind bereits in den Zahlen auftaucht.

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