UBS greift tiefer in die Tasche als ursprünglich geplant. Die Schweizer Großbank hat ihr Rückkaufangebot für ausstehende Anleihen von 4 Milliarden auf 5,85 Milliarden Dollar erhöht — ein Signal dafür, wie stark die Nachfrage der Gläubiger ausfiel.
Nachfrage übertrifft das ursprüngliche Volumen deutlich
Bis zum Ablauf der Frist am 10. September reichten Investoren Anleihen im Gesamtwert von 7,93 Milliarden Dollar zum Rückkauf ein. Damit lag das Interesse fast doppelt so hoch wie das ursprünglich vorgesehene Volumen von 4 Milliarden Dollar. UBS entschied sich daraufhin, das Angebot aufzustocken und sämtliche eingereichten Papiere aus neun verschiedenen Anleiheserien in Dollar, Pfund und Euro anzunehmen.
Den größten Einzelposten bildete eine auf Euro lautende Anleihe mit Fälligkeit 2029 und einem Kupon von 7,75 Prozent — hier wurden 1,38 Milliarden Euro angenommen.
Bei den Dollar-Titeln stachen zwei Positionen heraus: 1,57 Milliarden Dollar einer variabel verzinsten Anleihe mit Fälligkeit 2029 sowie 1,88 Milliarden Dollar einer kündbaren Anleihe mit Fälligkeit 2031.
Warum Banken ihre eigenen Schulden zurückkaufen
Solche Tender-Offers sind für Großbanken ein gängiges Instrument im Liability Management. Sie ersetzen teurere, ältere Anleihen durch neue Refinanzierung zu aktuellen Konditionen und steuern damit die Fälligkeitsstruktur ihrer Verbindlichkeiten. Die hohe Andienungsquote deutet darauf hin, dass viele Investoren die gebotenen Konditionen als attraktiv einstuften — UBS Investment Bank selbst fungierte als Dealer Manager für die eigene Transaktion.
Die Abwicklung ist für den 14. September terminiert. Anleger, deren Papiere angenommen wurden, erhalten neben dem vereinbarten Rückkaufpreis je Nominalbetrag zusätzlich die aufgelaufenen Zinsen bis zum Settlement-Datum in bar ausgezahlt.
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