Am 15. April kommen bei UBS gleich mehrere Fäden zusammen. Die Schweizer Großbank hält ihre Generalversammlung ab — und kurz darauf dürfte Bern seine Entscheidung über neue Kapitalanforderungen verkünden. Zwei Ereignisse, die den weiteren Kurs der Bank maßgeblich bestimmen werden.
Verwaltungsrat und Kapitalrückführung im Mittelpunkt
Die GV-Traktandenliste spiegelt das Ende einer langen Übergangsphase wider. Drei Verwaltungsratsmitglieder scheiden aus, darunter Lukas Gähwiler — der letzte Verwaltungsratspräsident der Credit Suisse, der 45 Jahre im Schweizer Bankwesen tätig war. Sein Abgang symbolisiert mehr als einen personellen Wechsel. Als Nachfolger nominiert wurden Markus Ronner, AgustÃn Carstens und Luca Maestri.
Parallel stimmen die Aktionäre über eine Kapitalherabsetzung durch Vernichtung von Rückkaufaktien ab. Das ist Teil eines breiteren Rückführungsprogramms: UBS plant für 2026 einen Aktienrückkauf von 3 Milliarden Dollar und erhöhte die Dividende auf 1,10 Dollar je Aktie — ein Plus von 22 Prozent.
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Starke Zahlen, aber Gegenwind an der Börse
Die operative Basis ist solide. Der Nettogewinn stieg 2025 um 53 Prozent auf 7,8 Milliarden Dollar, die verwalteten Vermögen überstiegen sieben Billionen Dollar. Die CET1-Quote liegt bei 14,4 Prozent. Kumulierte Kosteneinsparungen von 10,7 Milliarden Dollar aus der CS-Integration sollen bis Ende 2026 auf rund 13,5 Milliarden wachsen.
Etwa 85 Prozent der Schweizer Kundenkonten sind bereits migriert. Ende März sollen die IT-Altsysteme der Credit Suisse abgeschaltet werden, danach folgt der Abbau von rund 3.000 weiteren Stellen in der Schweiz — was die Restrukturierung zur größten Stellenabbaumaßnahme in der Geschichte des Schweizer Finanzplatzes machen würde.
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An der Börse spiegelt sich diese operative Stärke bislang nicht wider. Seit Jahresbeginn verlor die Aktie rund 17 Prozent und notiert mit deutlichem Abstand unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 37,37 Euro. Belastet hat vor allem die gestiegene Risikoaversion im Bankensektor infolge geopolitischer Spannungen.
Die Kapitalfrage aus Bern
Der eigentliche Unsicherheitsfaktor liegt außerhalb der GV. Die Schweizer Regierung entscheidet voraussichtlich im April, wie viel zusätzliches Kapital UBS künftig halten muss — als direkte Konsequenz aus dem Zusammenbruch der Credit Suisse. Konkret geht es um die Bewertung immateriellen Kapitals und die Kapitalunterlegung ausländischer Tochtergesellschaften. UBS versucht, auf eine Abschwächung der Pläne hinzuwirken.
Für das Management bleiben die mittelfristigen Ziele klar: eine CET1-Rendite von rund 15 Prozent für 2026 und rund 18 Prozent bis 2028. Ob diese Ziele unter verschärften Kapitalvorgaben erreichbar bleiben, hängt vom Entscheid des Bundesrats ab — der noch im April fallen soll.
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