Die UBS steht im offenen Konflikt mit der Schweizer Regierung. Der Streit um drastisch verschärfte Kapitalanforderungen belastet die Aktie seit Monaten – und könnte die Bank bis zu 26 Milliarden Dollar kosten. Trotz Rekordgewinnen gerät die Großbank in die strategische Defensive.
Kapitalanforderungen als Zankapfel
Der Kern des Konflikts: Finanzministerin Karin Keller-Sutter fordert als Lehre aus dem Credit-Suisse-Kollaps, dass ausländische Tochtergesellschaften künftig zu 100 Prozent mit Eigenkapital unterlegt sein müssen. Bisher waren es 60 Prozent. Die UBS sieht sich damit konfrontiert, möglicherweise bis zu 26 Milliarden Dollar zusätzliches Kapital aufbringen zu müssen.
Die Bank lehnt die Pläne kategorisch ab. Die neuen Vorgaben würden die Kapitalanforderungen im internationalen Vergleich um mindestens 50 Prozent erhöhen. Weder Basel-Standards noch EU, Großbritannien oder USA kennen vergleichbare Regeln. Die UBS macht die regulatorische Unsicherheit dafür verantwortlich, dass ihre Marktbewertung seit Ankündigung der Verschärfungen im April 2024 um 27 Prozent hinter der Konkurrenz zurückgeblieben ist.
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Das operative Geschäft läuft derweil stark: Der Nettogewinn 2025 stieg um 53 Prozent auf 7,8 Milliarden Dollar, die verwalteten Vermögen übertrafen erstmals 7 Billionen Dollar. Der Verwaltungsrat schlägt eine um 22 Prozent erhöhte Dividende von 1,10 Dollar vor.
Entscheidung im ersten Halbjahr
Der Bundesrat will im ersten Halbjahr 2026 einen Gesetzesentwurf vorlegen. Damit bleiben die kommenden Monate entscheidend für die künftige Struktur der Großbank. Höhere Kapitalanforderungen würden Aktienrückkäufe und Dividendenpolitik unter Druck setzen – unabhängig von der operativen Performance.
Parallel dazu nominierte UBS AgustÃn Carstens und Luca Maestri für die Wahl in den Verwaltungsrat an der Generalversammlung am 15. April 2026. Die Veränderungen bringen zusätzliche regulatorische Expertise in das Gremium. Die eigentliche Weichenstellung erfolgt jedoch auf politischer Ebene.
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