UBS bewältigt 2026 gleichzeitig drei anspruchsvolle Aufgaben: die finale Phase der Credit-Suisse-Integration, eine umfassende Erneuerung des Verwaltungsrats und einen ungelösten Kapitalstreit mit dem Schweizer Bund. Das Zahlenwerk für 2025 ist stark – doch die regulatorische Unsicherheit bleibt der entscheidende Unsicherheitsfaktor.
Starke Basis, aber Kapitalstreit ungelöst
Das Geschäftsjahr 2025 lief für UBS besser als von vielen erwartet. Der Nettogewinn stieg um 53 Prozent auf 7,8 Milliarden US-Dollar, die verwalteten Vermögen überschritten erstmals die Marke von sieben Billionen Dollar. Der Verwaltungsrat schlägt eine Dividende von 1,10 US-Dollar je Aktie vor – ein Plus von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Doch dieser Rückenwind trifft auf einen erheblichen Gegenwind aus Bern. Der Schweizer Bund prüft strengere Kapitalanforderungen für systemrelevante Banken. Nach eigenen Berechnungen von UBS würden die Vorschläge zusätzliche CET1-Kapitalanforderungen von 24 Milliarden Dollar bedeuten – ein Betrag, den die Bank als unverhältnismäßig und international nicht abgestimmt ablehnt. Ein Kompromissvorschlag, der UBS den teilweisen Einsatz von Wandelanleihen zur Erfüllung der Anforderungen erlauben würde, findet in der SVP Unterstützung und hatte die Aktie zeitweise auf ein 17-Jahres-Hoch getrieben. Ein Gesetz ist frühestens 2027 zu erwarten.
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IT-Migration als technische Kernprüfung
Parallel läuft die technisch anspruchsvollste Phase der Credit-Suisse-Integration. Ende März beginnt UBS mit der Abschaltung der Legacy-IT-Plattformen der übernommenen Bank. Rund 85 Prozent der Schweizer Konten wurden bereits migriert; die kumulierten Bruttokosteneinsparungen belaufen sich auf 10,7 Milliarden Dollar. Die vollständige Migration soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein – ein ambitioniertes Ziel mit erheblichen Ausführungsrisiken.
Gleichzeitig erneuert sich der Verwaltungsrat grundlegend. Zur Generalversammlung am 15. April werden der frühere BIZ-Generaldirektor AgustÃn Carstens und Apple-Veteran Luca Maestri zur Wahl vorgeschlagen. Drei amtierende Mitglieder scheiden aus, darunter Vizepräsident Lukas Gähwiler nach 45 Jahren im Bankwesen.
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Etwas trüb bleibt das Bild im Wealth-Management-Geschäft: In Amerika verzeichnete UBS 2025 Nettoabflüsse von 57,7 Milliarden Dollar – nach nur 6,6 Milliarden im Vorjahr. Zuwächse aus der Asien-Pazifik-Region konnten dies nur teilweise ausgleichen; unter dem Strich blieben Netto-Neuzuflüsse von 7,9 Milliarden Dollar.
Für das laufende Jahr peilt UBS eine zugrunde liegende Rendite auf das CET1-Kapital von rund 15 Prozent an. Die Aktie notiert aktuell bei 34,03 Euro und damit nur knapp unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 34,22 Euro – ein Niveau, das zeigt, wie stark der regulatorische Gegenwind die starken Fundamentaldaten überlagert. Am 29. April legt UBS die nächsten Quartalsergebnisse vor; dann dürfte sich zeigen, ob die IT-Migration planmäßig anläuft und wie sich die Mittelflüsse in Amerika entwickeln.
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