Wellington Management hat seine UBS-Beteiligung im dritten Quartal um rund 255 % auf 63,7 Millionen Aktien ausgebaut — während Dodge & Cox gleichzeitig Positionen abbaute. Hinter dieser Spaltung steckt mehr als nur unterschiedliche Risikoappetite: Die Schweizer Großbank präsentiert starke Jahreszahlen, steht aber unter regulatorischem Druck und vor einem Führungswechsel.
Starke Zahlen, schwieriges Umfeld
Operativ lieferte UBS zuletzt überzeugende Ergebnisse. Der Nettogewinn stieg 2025 auf 7,8 Milliarden Dollar — ein Plus von 53 % gegenüber dem Vorjahr. Die verwalteten Vermögen überschritten erstmals die Marke von 7 Billionen Dollar. Die Credit-Suisse-Integration schreitet voran: 85 % der Schweizer Konten sind migriert, kumulative Kosteneinsparungen von 10,7 Milliarden Dollar wurden erreicht.
Für 2026 plant die Bank eine Dividendenerhöhung im mittleren zweistelligen Prozentbereich sowie einen weiteren Aktienrückkauf über 3 Milliarden Dollar. Als mittelfristiges Ziel gilt eine RoCET1 von rund 18 % bis 2028.
Trotzdem steht die Aktie seit Jahresbeginn unter deutlichem Druck und notiert rund 14 % unterhalb ihres 50-Tage-Durchschnitts. Ein zentraler Belastungsfaktor: Regulatoren diskutieren Mehrkapitalanforderungen von bis zu 22 Milliarden Dollar für UBS als systemrelevante Bank nach der CS-Übernahme — eine Größenordnung, die das Institut als unverhältnismäßig zurückweist.
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Verwaltungsrat bekommt neue Gesichter
An der Jahreshauptversammlung am 15. April sollen AgustÃn Carstens, ehemaliger BIZ-Generaldirektor, und Luca Maestri, langjähriger CFO von Apple, in den Verwaltungsrat gewählt werden. Gleichzeitig treten drei erfahrene Mitglieder ab, darunter Vizepräsident Lukas Gähwiler nach 45 Jahren in der Branche.
Die Personalentscheidungen sind kein Zufall. UBS managt nach der größten Bankenfusion der jüngeren Geschichte ein deutlich komplexeres Geschäft — und holt sich gezielt regulatorische und finanzielle Expertise ins Gremium.
Ob die Kombination aus starken Fundamentaldaten und strategischer Neuaufstellung ausreicht, um den Gegenwind durch Kapitalauflagen und geopolitische Unsicherheiten zu überwinden, wird sich spätestens nach der HV im April zeigen.
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