UBS hat im dritten Quartal 2026 einen Nettogewinn von 2,7 Milliarden Dollar erzielt. Das Ergebnis je Aktie von 0,85 Dollar liegt unter den erwarteten 0,92 Dollar, doch die Zahlen zeigen operativ ein stärkeres Bild, als diese Kennziffer vermuten lässt. Die Bank bekräftigt zudem ihre Rückkaufpläne.

Vermögensverwaltung treibt das Geschäft

Der Vorsteuergewinn stieg um 27 Prozent auf 3,6 Milliarden Dollar, bereinigt um 14 Prozent auf 4,1 Milliarden. Es war das sechste Quartal in Folge mit positivem Spareneffekt. Die Eigenkapitalrendite (RoCET1) erreichte bereinigt 16,7 Prozent.

Die Vermögensverwaltung steuerte bereinigte Erlöse von knapp 6,9 Milliarden Dollar bei, ein Plus von acht Prozent. Netto flossen 55,1 Milliarden Dollar an neuen Kundengeldern zu, vor allem aus Asien-Pazifik und Amerika. In den USA legte der Vorsteuergewinn um 28 Prozent zu.

Die Investmentbank verbuchte ein Rekordquartal für das dritte Jahresviertel. Das Handelsgeschäft wuchs um 17 Prozent, getrieben vom Aktienhandel mit einem Plus von 22 Prozent.

Schwächer lief der Asset-Management-Bereich. Die Erlöse sanken um sieben Prozent, vor allem wegen geringerer Erfolgsgebühren, und die Kunden zogen netto Geld ab.

Integration der Credit Suisse fast abgeschlossen

Die Integration soll bis Jahresende im Wesentlichen stehen. Rund 90 Prozent der alten Credit-Suisse-IT-Anwendungen sind bereits vollständig stillgelegt. Die Bruttokosteneinsparungen belaufen sich auf 13,2 Milliarden Dollar. Bis Ende 2026 erwartet UBS nun rund 13,7 Milliarden Dollar, mehr als die zuvor angepeilten 13,5 Milliarden.

Belastet wurde der Konzern durch Sonderposten. Der Rückkauf alter Credit-Suisse-Anleihen verursachte einen Nettoverlust von 346 Millionen Dollar. Dagegen stand ein Gewinn von 697 Millionen Dollar aus der Beilegung früherer Rechtsstreitigkeiten.

Kapital und Regulierung

Die harte Kernkapitalquote liegt bei 14,7 Prozent, über dem Zielwert von rund 14 Prozent. Das laufende Aktienrückkaufprogramm über 3 Milliarden Dollar will UBS bis zur Vorlage der Zahlen zum vierten Quartal abschließen.

Tempo und Umfang hängen allerdings von der Ergebnisentwicklung und den Beratungen des Schweizer Parlaments zur Kapitalisierung ausländischer Tochtergesellschaften ab. Die Dividende soll im mittleren zweistelligen Prozentbereich wachsen.

CEO Sergio Ermotti äußerte die Hoffnung, das Parlament finde eine Lösung, die ohne unnötige Kosten für Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter auskomme und die Wettbewerbsfähigkeit nicht beeinträchtige.

Für das vierte Quartal rechnet die Bank mit saisonal schwächeren Transaktionsvolumina. Im Handelsgeschäft könnte der starke Vorjahresvergleich, der einen Veräußerungsgewinn enthielt, drücken. Die Kapitalziele für 2027 will UBS im Februar 2027 mit den Jahreszahlen vorstellen.