Die Schweizer Großbank UBS hat am Mittwoch mit ihren Zahlen für das vierte Quartal 2025 die Erwartungen deutlich übertroffen. Der Nettogewinn schoss um 56 Prozent auf 1,2 Milliarden US-Dollar in die Höhe – Analysten hatten lediglich mit 919 Millionen Dollar gerechnet. Für das Gesamtjahr 2025 weist die Bank einen Gewinn von 7,8 Milliarden Dollar aus, ein Plus von 53 Prozent. Gleichzeitig kündigte das Institut Aktienrückkäufe in Milliardenhöhe und eine kräftige Dividendenerhöhung an.
Der Gewinn vor Steuern kletterte im vierten Quartal um gut 60 Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar. Bereinigt um Integrationskosten erreichte die UBS sogar einen Vorsteuergewinn von 2,87 Milliarden Dollar. Die Erträge der Bank stiegen um 4 Prozent auf 12,15 Milliarden Dollar, während die Aufwendungen um 1 Prozent auf 10,29 Milliarden Dollar zurückgingen. Die Eigenkapitalrendite (RoCET1) verbesserte sich auf 10,8 Prozent, bereinigt sogar auf 13,7 Prozent.
Was steckt hinter dem Erfolg?
Die starke Performance basiert auf mehreren Säulen: Das globale Vermögensverwaltungsgeschäft zeigte sich robust mit deutlich gestiegenen wiederkehrenden Gebühreneinnahmen. Die transaktionsbasierten Erträge legten um 20 Prozent auf 1,25 Milliarden Dollar zu, getrieben durch höhere Kundenaktivität vor allem bei strukturierten Produkten und Aktien. Die enge Zusammenarbeit zwischen Vermögensverwaltung und Investmentbank zahlt sich aus.
Besonders stark performte der Bereich Global Markets mit einem Umsatzplus von 17 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar. Die Aktiensparte legte um 8 Prozent zu, während das Geschäft mit Devisen, Zinsen und Krediten regelrecht explodierte – ein Anstieg von 46 Prozent im Jahresvergleich.
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Die Integration der Credit Suisse kommt voran: Rund 85 Prozent der 1,1 Millionen in der Schweiz gebuchten Kundenkonten wurden erfolgreich auf UBS-Systeme übertragen. Die kumulierten Kosteneinsparungen erreichten 10,7 Milliarden Dollar und übertrafen damit die Prognose von rund 10 Milliarden deutlich. Insgesamt hat die Bank bereits 1.598 Anwendungen stillgelegt – 55 Prozent der geplanten Menge – und 71.000 Server abgeschaltet.
Großzügige Ausschüttungen geplant
Die Aktionäre profitieren direkt vom Erfolg: Für das Geschäftsjahr 2025 soll die Dividende auf 1,10 Dollar pro Aktie steigen – 22 Prozent mehr als im Vorjahr. Für 2026 plant das Management eine weitere Erhöhung im mittleren zweistelligen Prozentbereich.
Zusätzlich kündigte die UBS ein Aktienrückkaufprogramm über 3 Milliarden Dollar für 2026 an – mit der ausdrücklichen Absicht, „mehr zu tun“. Die Höhe weiterer Rückkäufe hängt allerdings von der finalen Ausgestaltung der neuen Schweizer Bankenregulierung ab. 2022, vor der Credit-Suisse-Übernahme, hatte die Bank noch 5,6 Milliarden Dollar für Rückkäufe aufgewendet.
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Die harte Kernkapitalquote (CET1) lag Ende Dezember bei soliden 14,4 Prozent, die CET1-Leverage-Ratio bei 4,4 Prozent – beide Kennzahlen liegen komfortabel über den Zielwerten.
Ehrgeizige Ziele bis 2028
Kann die UBS das Tempo halten? Die Bank hat ihre mittelfristigen Ambitionen konkretisiert: Bis 2028 strebt das Institut eine Eigenkapitalrendite von rund 18 Prozent und eine Kosten-Ertrags-Relation von etwa 67 Prozent an. Die 2026-Ziele von 15 Prozent RoCET1 und einer Kosten-Ertrags-Relation unter 70 Prozent bekräftigte die Bank.
Das verwaltete Vermögen der Gruppe überschritt erstmals die Marke von 7 Billionen Dollar und legte im Jahresvergleich um 15 Prozent zu. Die Vermögensverwaltung verzeichnete Nettoneugelder von 101 Milliarden Dollar für das Gesamtjahr, was einer annualisierten Wachstumsrate von 2,4 Prozent entspricht. Das Asset Management zog 30,4 Milliarden Dollar an, eine Wachstumsrate von 1,7 Prozent.
Für das erste Quartal 2026 rechnet die UBS mit einem niedrigen einstelligen Prozent-Rückgang beim Nettozinsertrag in der globalen Vermögensverwaltung, während das Ergebnis im Private- und Corporate-Banking in US-Dollar „weitgehend stabil“ bleiben soll. Die Bank investiert weiter kräftig in Künstliche Intelligenz: Über 380 KI-Anwendungsfälle sind bereits live, weitere 780 in Entwicklung.
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