Die Schweizer Großbank liefert historische Rekordzahlen und hebt die Einsparziele für die Credit-Suisse-Übernahme an. Doch an der Börse herrscht Katerstimmung statt Euphorie. Warum strafen Anleger das Papier trotz eines massiven Gewinnsprungs ab?
Operativ läuft es für das Finanzinstitut hervorragend. Der frisch veröffentlichte Einzelabschluss für 2025 weist einen gewaltigen Nettogewinn von 13,07 Milliarden US-Dollar aus. Auch auf Konzernebene stieg der Gewinn um satte 53 Prozent auf 7,8 Milliarden US-Dollar. Treiber dieser Entwicklung waren vor allem üppige Dividendenzahlungen der Tochtergesellschaften und gestiegene Finanzerträge. Gleichzeitig schreitet die Integration der einstigen Rivalin Credit Suisse schneller voran als gedacht. Das Management hat daraufhin das Ziel für Kosteneinsparungen bis Ende 2026 auf 13,5 Milliarden US-Dollar angehoben.
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Regulatorischer Gegenwind aus Bern
Trotz dieser operativen Stärke steht der Aktienkurs spürbar unter Druck. Seit Jahresbeginn hat das Papier fast 17 Prozent an Wert verloren und notiert aktuell knapp unter der viel beachteten 200-Tage-Linie. Ursache für die Zurückhaltung der Investoren sind geplante Verschärfungen der Schweizer Eigenkapitalvorschriften. Die Politik fordert, dass systemrelevante Banken ihre ausländischen Tochtergesellschaften künftig vollständig mit Eigenkapital unterlegen.
Für das Institut würde das einen zusätzlichen Kapitalbedarf von rund 23 Milliarden US-Dollar bedeuten. Das Management warnt bereits vor einem erheblichen Wettbewerbsnachteil gegenüber europäischen und US-amerikanischen Konkurrenten. Aktionäre fürchten nun, dass zukünftige Gewinne in vorgeschriebenen Kapitalpuffern gebunden werden, anstatt in Form von höheren Dividenden oder Aktienrückkäufen an sie abzufließen.
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Kritische Meilensteine im Frühjahr
Neben der politischen Debatte stehen in den kommenden Wochen anspruchsvolle operative Aufgaben an. Ende März erreicht die Credit-Suisse-Integration eine technisch heikle Phase, wenn die ersten alten IT-Plattformen abgeschaltet werden. Zudem baut das Institut seinen Verwaltungsrat um und holt sich mit AgustÃn Carstens, dem ehemaligen Chef der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, passgenaue regulatorische Expertise ins Haus.
Richtungsweisend für die weitere Kursentwicklung werden nun zwei Termine im April. Auf der Generalversammlung am 15. April stimmen die Aktionäre über die vorgeschlagene Dividende von 1,10 US-Dollar ab und positionieren sich zur neuen Verwaltungsratsstruktur. Am 29. April folgen dann die Zahlen für das erste Quartal sowie ein Update zur IT-Migration, die belegen müssen, ob die Bank den Spagat zwischen operativem Wachstum und drohendem Kapitalaufbau weiterhin erfolgreich meistert.
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