UBS hat seine Beteiligung an Lynas Rare Earths nach einer Aktienveräußerung im Juli 2026 auf 9,75 Prozent zurückgefahren. Die Schweizer Großbank bleibt damit zwar weiterhin ein bedeutender Anteilseigner am australischen Seltene-Erden-Förderer, doch der Verkauf markiert eine spürbare Reduzierung des bisherigen Engagements. Konkrete Gründe für den Schritt oder den Verkaufserlös nannte die Bank nicht.

Investoren setzen nach starkem Quartal auf UBS

Während UBS bei Lynas Kasse machte, bauten andere Adressen ihr Engagement in der eigenen Aktie aus. Der US-Vermögensverwalter WCM Investment Management erhöhte seinen UBS-Bestand im ersten Quartal 2026 um 12,3 Prozent und hält nun rund 5,85 Millionen Aktien im Wert von 214,5 Millionen US-Dollar. Grundlage für das gestiegene Interesse dürfte die Quartalsbilanz gewesen sein: UBS übertraf im ersten Quartal 2026 die Gewinnerwartungen mit einem Ergebnis je Aktie von 0,94 US-Dollar gegenüber einer Konsensschätzung von 0,85 US-Dollar, der Umsatz kletterte auf 13,64 Milliarden US-Dollar. Die von Analysten im Schnitt vergebene Einstufung lautet weiterhin „Hold“, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 60,30 US-Dollar.

Das Analystenteam bleibt in der Offensive

Auch operativ zeigte sich UBS an diesem Handelstag als einer der aktivsten Häuser der Branche. Die Bank stufte Ryanair Holdings auf „Buy“ hoch und hob zugleich das Kursziel für Siemens Energy von 190 auf 210 Euro an, verbunden mit einer bestätigten Kaufempfehlung. Als Begründung führten die UBS-Analysten die starke Nachfrage nach Gasturbinen und Netztechnik sowie eine hohe Preissetzungsmacht des Konzerns an; zusätzlich verwiesen sie auf erwartete Auftragseingänge im dritten Quartal und einen möglichen Break-Even bei der Windkrafttochter Siemens Gamesa.

Bei AMD sieht UBS-Analyst Timothy Arcuri weiteres Wachstumspotenzial durch neue Großkunden im KI-Geschäft, darunter Amazon und Anthropic, sowie durch den kommenden Chip MI450x. Das Kursziel für AMD wurde auf 700 US-Dollar angehoben, die Kaufempfehlung bestätigt. Auch bei Novartis meldete sich UBS mit einer konkreten Einschätzung zu Wort: Für den Wirkstoff Pelacarsen erwarten die Analysten eine relative Risikoreduktion von rund 12 Prozent – eine von drei Studienauswertungen, die in der zweiten Jahreshälfte 2026 über das weitere Kursziel des Pharmakonzerns mitentscheiden dürften. Im Halbleitersektor blieb UBS zudem gemeinsam mit Barclays optimistisch, obwohl der koreanische Kospi-Index im Zuge der Kursverluste bei Samsung und SK Hynix deutlich nachgab – die Begründung: Die Nachfrage übersteige das Angebot, viele Produkte für das laufende Jahr seien bereits ausverkauft.

Abseits des Tagesgeschäfts mit Einzeltiteln lieferte UBS auch einen Einblick in die Vermögensverwaltung wohlhabender Familien: Nach eigenen Erhebungen planen 80 Prozent der befragten Family Offices, ihre Private-Credit-Allokationen zu halten oder auszubauen – ein Hinweis darauf, wie stark sich alternative Kreditformen inzwischen in den Portfolios institutioneller Kunden etabliert haben.

Kurs unter dem Rekordhoch

An der Börse notiert die UBS-Aktie am Montag bei 45,66 Euro und gibt damit im Tagesverlauf um 1,02 Prozent nach. Zum erst wenige Tage alten 52-Wochen-Hoch von 48,19 Euro, das am 16. Juli 2026 markiert wurde, fehlen der Aktie damit noch 5,25 Prozent. Der jüngste Rücksetzer ändert wenig am übergeordneten Bild: Nach dem starken Lauf der vergangenen Monate bewegt sich UBS weiterhin in Sichtweite ihrer Jahreshöchststände, während das Institut mit Beteiligungsanpassungen, Analystenaktivität und Kundengeschäft gleich auf mehreren Ebenen im Blickpunkt bleibt.