UBS Aktie: Milliarden-Bescheid kommt!

Der Schweizer Bundesrat entscheidet über zusätzliche Kapitalanforderungen für UBS von bis zu 22 Milliarden US-Dollar. Die Bank warnt vor Wettbewerbsnachteilen und prüft im Extremfall Geschäftsverkäufe.

UBS Aktie
Kurz & knapp:
  • Entscheidung über milliardenschwere Kapitalanforderungen
  • UBS-Chef Ermotti warnt vor Sonderregeln
  • Ex-Dividendentag und Quartalszahlen stehen an
  • Aktienkurs erholt sich vom Sommer-Tief

Mittwoch wird in Bern entschieden. Der Schweizer Bundesrat will dann eine Verordnung erlassen, die UBS bis zu 22 Milliarden US-Dollar an zusätzlichen Kapitalanforderungen aufbürden könnte — oder deutlich weniger, je nach Ausgestaltung. Für die Bank ist das keine Routine-Regulierung.

Was der Bundesrat festlegt

Im Kern geht es um zwei Fragen: Welche immateriellen Vermögenswerte muss UBS vom harten Kernkapital (CET1) abziehen? Und wie stark müssen ausländische Töchter mit Eigenkapital unterlegt werden?

Bank-of-America-Analysten rechnen damit, dass der Bundesrat latente Steueransprüche bis zu einer Obergrenze von zehn Prozent auf das CET1 anrechnen lässt — entsprechend den Basel-III-Standards. Das würde die Kapitalbelastung aus immateriellen Vermögenswerten von geschätzten 10,8 Milliarden auf 6,2 Milliarden US-Dollar drücken.

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Bei den Auslandstöchtern erwartet die Bank of America weniger Entgegenkommen. Der Bundesrat soll an der vollen CET1-Unterlegung festhalten — eine Anforderung, die UBS öffentlich als inakzeptabel bezeichnet. Das entsprechende Gesetz debattiert das Schweizer Parlament am 4. Mai.

Ermotti gegen Schweizer Alleingang

UBS-Chef Sergio Ermotti hat klare Worte gewählt: keine Sonderregeln, die Schweizer Banken gegenüber Wettbewerbern aus London oder Frankfurt benachteiligen. Parlamentarier, Kantone und Wirtschaftsverbände stützen diese Position.

Berichte aus 2025 hatten ergeben, dass UBS einen Hauptsitzwechsel prüfte, falls die Regeln zu restriktiv ausfallen. Bank-of-America-Analysten halten das für einen letzten Ausweg. Wahrscheinlicher wäre zunächst der Verkauf von Geschäftsteilen — möglicherweise der US-Aktivitäten.

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Die Aktie notiert bei 36,45 Euro und liegt damit rund neun Prozent unter dem Jahresanfangswert. Seit dem Tief vom vergangenen Sommer hat sie sich jedoch deutlich erholt.

Dividende und Q1-Zahlen im Blick

Parallel zur Regulierungsdebatte läuft der Dividendenkalender. Am 21. April ist Ex-Dividenden-Tag an der SIX Swiss Exchange. Wer die Ausschüttung von 1,10 US-Dollar je Aktie erhalten will, muss die Aktie bis dahin halten. Die Zahlung erfolgt am 23. April. Auf der Generalversammlung stimmten nahezu 100 Prozent der Aktionäre für diesen Vorschlag.

Ebenfalls am 29. April veröffentlicht UBS die Ergebnisse für das erste Quartal 2026. Das Management peilt für das Gesamtjahr eine Eigenkapitalrendite von rund 15 Prozent an — als Ausgangsbasis dient ein Nettogewinn von 7,8 Milliarden US-Dollar aus dem Vorjahr. Ob die Zielmarke trägt, hängt auch davon ab, was der Bundesrat am Mittwoch beschließt.

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