Für die UBS beginnt eine Woche der Wahrheit. Der Schweizer Bundesrat entscheidet über neue Eigenkapitalregeln. Ein strenges Urteil könnte die Großbank Milliarden kosten. Parallel dazu markiert der heutige Dienstag den Ex-Dividenden-Tag.
Der Streit um das Kernkapital
Im Zentrum steht die Berechnung des harten Kernkapitals. Der Bundesrat plant, Banken-Software und latente Steueransprüche künftig auszuschließen. Für die UBS bedeutet das einen massiven Einschnitt. Die Großbank beziffert den zusätzlichen Kapitalbedarf bei voller Umsetzung auf 22 Milliarden US-Dollar. Die Kernkapitalquote müsste laut internen Berechnungen auf ehrgeizige 18,5 Prozent steigen.
Nicht alle Szenarien enden im Extrem. Analysten der Bank of America sehen Chancen auf einen Kompromiss. Erlaubt die Regierung die Anrechnung von Steueransprüchen bis zu einer Obergrenze von zehn Prozent, fiele die Belastung deutlich geringer aus. In diesem Fall sänken die Kosten für immaterielle Vermögenswerte auf rund 6,2 Milliarden Dollar.
Warnung vor Standortnachteilen
Verwaltungsratspräsident Colm Kelleher warnt vor den Folgen. Die neuen Vorgaben würden die Kapitalanforderungen im internationalen Vergleich um mindestens 50 Prozent in die Höhe treiben. Kein Wunder. Die Schweiz besitzt bereits eines der strengsten Bankenregime weltweit. Gerüchte über eine Sitzverlegung ins Ausland wehrte Kelleher auf der Generalversammlung zwar ab. Die politische Drohkulisse bleibt bestehen.
An der Börse zeigt sich ein gemischtes Bild. Die Aktie notiert aktuell bei 37,07 Euro und behauptet sich damit über ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Auf Monatssicht steht ein starkes Plus von über 15 Prozent auf der Anzeigetafel.
Seit Jahresanfang hinkt der Titel mit einem leichten Minus jedoch hinterher. Heute verarbeitet das Papier zusätzlich den Dividendenabschlag, was optisch für Druck sorgt.
Blick auf die Bilanz
Die politische Entscheidung gibt nun die Richtung vor. Nach dem Bundesratsbeschluss wandert das Bankengesetz zur finalen Debatte ins Parlament. Am 29. April folgen die Zahlen für das erste Quartal. Fällt der regulatorische Gegenwind milder aus als befürchtet, rückt der starke Vorjahresgewinn von 7,8 Milliarden Dollar wieder in den Fokus der Investoren.
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