Gestern veröffentlichte die UBS ihre Agenda für die kommende Generalversammlung und präsentiert den Aktionären eine Mischung aus solider Ausschüttung und prominentem Personal. Während die Papiere der Großbank seit Jahresbeginn gut 19 Prozent an Wert verloren haben und am Montag bei 32,54 Euro schlossen, sendet das Management operativ klare Stärkesignale. Im Zentrum der Ankündigungen stehen eine Bardividende von 1,10 US-Dollar sowie ein unerwartet schneller Fortschritt bei der Integration der Credit Suisse.
Frischer Wind im Verwaltungsrat
Neben der geplanten Gewinnbeteiligung für das abgelaufene Geschäftsjahr, das mit einem Reingewinn von knapp 7,8 Milliarden US-Dollar endete, plant die Bank eine Optimierung der Kapitalstruktur. Dafür sollen Aktien aus dem Rückkaufprogramm 2024 vernichtet werden. Besonders aufhorchen lässt die personelle Neuaufstellung des Aufsichtsgremiums. Mit Luca Maestri, dem Finanzchef von Apple, und AgustÃn Carstens, Generalmanager der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), nominiert die UBS zwei internationale Schwergewichte. Diese Personalien unterstreichen den Anspruch, sowohl technologische als auch geldpolitische Expertise auf höchster Ebene zu verankern.
Einsparungen übertreffen Erwartungen
Parallel zur Einladung liefert der aktuelle Geschäftsbericht handfeste Daten zur Übernahme der Credit Suisse. Die Zusammenführung verläuft schneller als ursprünglich kalkuliert. Bis Ende 2025 migrierte die UBS bereits 85 Prozent der Schweizer Kundenkonten auf die eigenen Systeme. Noch deutlicher fällt die Bilanz bei den Kosten aus: Mit kumulierten Bruttoeinsparungen von 10,7 Milliarden US-Dollar übertraf das Institut das anvisierte Zehn-Milliarden-Ziel vorzeitig. Für das laufende Jahr identifizierte das Management nun weitere Potenziale, was das Gesamtziel der Kostensenkungen bis Ende 2026 auf 13,5 Milliarden US-Dollar anhebt.
Die operative Dynamik trifft bald auf politische Weichenstellungen. Im April 2026 wird die Schweizer Regierung über zusätzliche Kapitalanforderungen für systemrelevante Banken entscheiden. Dabei stehen insbesondere die Bewertung immaterieller Vermögenswerte sowie die Absicherung ausländischer Tochtergesellschaften auf der Agenda. Bis dahin bietet die ausgewiesene harte Kernkapitalquote von 14,4 Prozent einen soliden Puffer für die anstehenden regulatorischen Diskussionen.
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