UBS Aktie: Produktentwicklungen betrachtet

Die Schweizer Großbank UBS verstärkt ihren Verwaltungsrat mit zwei hochkarätigen Experten, um sich auf den bevorstehenden regulatorischen Konflikt mit der Schweizer Regierung vorzubereiten.

UBS Aktie
Kurz & knapp:
  • Zwei neue Top-Experten für den Verwaltungsrat nominiert
  • Streit mit Schweiz über Milliarden-Kapitalanforderungen
  • Aktienkurs unter Druck trotz guter Geschäftszahlen
  • Konzernchef Ermotti bleibt vorerst im Amt

Die Schweizer Großbank UBS bringt schweres Geschütz in den Verwaltungsrat. Mit Agustín Carstens und Luca Maestri nominiert die Bank zwei hochkarätige Experten für die Generalversammlung am 15. April 2026. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: UBS steht vor einem harten regulatorischen Gefecht mit dem Schweizer Bund – und braucht dafür Verstärkung an der Spitze.

Regulatorisches Schwergewicht und Tech-CFO an Bord

Agustín Carstens bringt ein Netzwerk mit, das in der Bankenregulierung seinesgleichen sucht. Der frühere Generaldirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) leitete von 2017 bis Juni 2025 die Institution, die als Zentralbank der Zentralbanken gilt. Davor führte er die mexikanische Notenbank, stand dem Internationalen Währungs- und Finanzkomitee des IWF vor und war Finanzminister Mexikos.

Luca Maestri ergänzt das Duo mit operativer Finanzexpertise aus der Technologiebranche. Der aktuelle Vice President of Corporate Services bei Apple war über ein Jahrzehnt CFO des iPhone-Konzerns. Seine Stationen bei Xerox und Nokia Siemens Networks runden das Profil ab.

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Der Umbau hat Substanz: Vizepräsident Lukas Gähwiler verlässt nach 45 Jahren das Gremium. Der frühere Verwaltungsratspräsident der Credit Suisse hatte die Integration in UBS begleitet. Mit William C. Dudley und Jeanette Wong scheiden zwei weitere langjährige Mitglieder aus.

26 Milliarden Dollar Streitpunkt

Der eigentliche Treiber für die Personalentscheidung liegt in Bern. Finanzministerin Karin Keller-Sutter will UBS zwingen, ihre Auslandstöchter künftig mit 100 statt bisher 60 Prozent ihres Werts zu besichern. Das würde bis zu 26 Milliarden Dollar zusätzliches Eigenkapital erfordern – Geld, das nicht in Dividenden, Rückkäufe oder Wachstum fließen kann.

UBS wehrt sich vehement. Die Bank sieht die Pläne als überzogen und teuer, warnt vor Risiken für den Finanzplatz Schweiz. Der Bundesrat will im ersten Halbjahr 2026 einen Gesetzesentwurf ans Parlament überweisen. Die Unsicherheit zeigt sich im Kurs: Während europäische Banken um 30 Prozent zulegten, büßte die UBS-Aktie seit Jahresbeginn 16,9 Prozent ein und notiert bei 33,41 Euro.

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Ermotti bleibt – Integration läuft

Konzernchef Sergio Ermotti soll einem Medienbericht zufolge über April 2027 hinaus im Amt bleiben. Der Manager, der UBS bereits von 2011 bis 2020 führte und 2023 für die CS-Integration zurückkehrte, gilt als unverzichtbar für den Regulierungsstreit. Beobachter erwarten eine Klärung frühestens 2028.

Operativ liefert die Bank: Für 2025 meldete UBS einen Nettogewinn von 7,8 Milliarden Dollar, ein Plus von 53 Prozent. Die verwalteten Vermögen übertrafen 7 Billionen Dollar. Der Verwaltungsrat schlägt eine Dividende von 1,10 Dollar vor, 22 Prozent mehr als im Vorjahr. Ein Aktienrückkaufprogramm über 3 Milliarden Dollar wurde abgeschlossen. Die kumulierten Kosteneinsparungen erreichten 10,7 Milliarden Dollar.

Entscheidung im ersten Halbjahr

Mit Carstens und Maestri holt sich UBS gezielt Expertise für den politischen Schlagabtausch. Die Bank positioniert sich für einen Gesetzgebungsprozess, der über ihre künftige Kapitalstruktur und Profitabilität entscheiden wird. Die Antwort aus Bern dürfte in den kommenden Monaten fallen – und damit auch über die weitere Kursentwicklung.

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