UBS Aktie: Umweg zur Liquidität

Die UBS nutzt ein neuartiges Verbriefungsmodell mit Versicherungsschutz, um Kapital aus illiquiden Fonds zu mobilisieren. Analysten bestätigen ihre Kaufempfehlung für die Aktie.

UBS Aktie
Kurz & knapp:
  • Verbriefung von 500 Millionen Dollar Fondsanteilen
  • Versicherungsschutz für 375 Millionen Dollar Risiko
  • Kaufempfehlung mit Kursziel von 39 CHF
  • Erhöhte Bardividende auf 1,10 US-Dollar

Fehlende Exits im Private-Equity-Sektor zwingen Vermögensverwalter zu kreativen Lösungen. Um gebundenes Kapital aus illiquiden Fonds freizubekommen, wählt die UBS nun ein ungewöhnliches Verbriefungsmodell mit weitreichendem Versicherungsschutz. Der Schritt verdeutlicht, wie stark sich das Marktumfeld bei privaten Krediten gewandelt hat.

Versicherungsmantel für illiquide Fonds

Die Vermögensverwaltungstochter Unified Global Alternatives plant den Verkauf von Wertpapieren im Volumen von 500 Millionen Dollar. Diese basieren auf Beteiligungen an acht Private-Credit-Fonds. Da es sich um sogenannte Evergreen-Fonds ohne feste Laufzeiten handelt, gestaltet sich ein direkter Verkauf schwierig. Die Schweizer Großbank umgeht dieses Hindernis, indem ein Versicherer mögliche Ausfälle in Höhe von 375 Millionen Dollar absichert.

Dieser Kniff brachte der Tranche ein Investment-Grade-Rating von A2 bei Moody’s ein und macht die Papiere für Investoren handelbar. Ursächlich für die Maßnahme sind die deutlich verlängerten Haltedauern bei Private-Equity-Transaktionen. Weil Unternehmensverkäufe länger dauern, verzögern sich die Ausschüttungen, was den Bedarf an liquiden Mitteln auf Investorenseite erhöht.

Analysten bleiben optimistisch

Parallel zu den Bemühungen im Kreditgeschäft stärkt die Deutsche Bank Research dem Finanzinstitut den Rücken. Die Analysten bestätigen ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 39 Schweizer Franken. Sie verweisen auf eine attraktive Bewertung und erwarten noch in diesem Monat regulatorische Klarheit bezüglich der Schweizer „Too Big To Fail“-Reformen.

An der Börse notiert das Papier aktuell bei 35,40 Euro und pendelt sich damit knapp über der 50-Tage-Linie ein. Seit Jahresbeginn steht allerdings noch ein Minus von knapp 12 Prozent auf der Anzeigetafel.

Wichtige Meilensteine im Blick

Operativ lieferte die Bank zuletzt ein solides Fundament. Der Jahresüberschuss von 7,8 Milliarden Dollar im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 ermöglicht eine auf 1,10 US-Dollar erhöhte Bardividende. Für die nähere Zukunft stehen nun folgende Termine und Zielmarken im Kalender:

  • 29. April 2026: Veröffentlichung der Geschäftszahlen für das erste Quartal.
  • Jahresende 2026: Angestrebte Eigenkapitalrendite (RoCET1) von rund 15 Prozent.
  • Bis 2028: Anhebung der Rendite-Zielmarke auf 18 Prozent.

Die erfolgreiche Umsetzung der Synergieziele – zuletzt auf 13,5 Milliarden Dollar angehoben – sowie die anstehenden Quartalszahlen Ende April werden maßgeblich bestimmen, inwiefern die Aktie ihren bisherigen Jahresverlust aufholen kann. Das neue Verbriefungsmodell belegt zumindest, dass das Management proaktiv auf Liquiditätsengpässe im aktuellen Marktumfeld reagiert.

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