Die UBS meldet einen weiteren Fortschritt bei der Integration der Credit Suisse. Erstmals seit der Übernahme sinkt die Zahl der direkt Beschäftigten unter 100.000. Das Tempo beim Stellenabbau bleibt hoch, wie die Bank am Mittwoch mitteilte.
Personalabbau schreitet voran
Per Ende Juni 2026 zählt die UBS noch 99.085 Vollzeitstellen. Drei Monate zuvor waren es noch 101.594. Der Konzern baut damit innerhalb eines einzigen Quartals mehr als 2.500 Stellen ab.
Die Bank sieht sich auf Kurs. Sie will die Integration der Credit Suisse planmäßig „im Wesentlichen“ abschließen. Die angepeilten Kosteneinsparungen hat sie bis Mitte 2026 größtenteils erreicht. Nun startet die letzte Phase der Integration.
IT-Systeme und Kundenkonten fast fertig
Auch technisch macht die UBS Tempo. Bereits Ende März waren alle früheren Credit-Suisse-Kundenkonten überführt. Bis Ende Juni hat die Bank mehr als 90 Prozent der alten, überflüssigen Informatik-Anwendungen der CS abgeschaltet. Rund 70 Prozent davon sind bereits komplett außer Betrieb.
Bei den Kosten kommt die Bank ebenfalls voran. Im zweiten Quartal erreichte sie weitere Bruttoeinsparungen von 1,1 Milliarden Dollar. Insgesamt summieren sich die Einsparungen im ersten Halbjahr 2026 auf brutto 12,6 Milliarden Dollar.
Solide Zahlen als Basis
Der Stellen- und Kostenabbau läuft vor dem Hintergrund eines starken Quartals. Die UBS übertraf die Markterwartungen: Der Umsatz stieg um 13 Prozent auf 13,7 Milliarden Dollar. Im Kerngeschäft der Vermögensverwaltung sammelte die Bank 35,5 Milliarden Dollar an Nettoneugeld ein.
Das zeigt: Trotz der laufenden internen Umbauarbeiten zieht die UBS weiterhin Kunden an. Besonders im Vermögensverwaltungsgeschäft, dem zentralen Standbein der Bank, bleibt die Anziehungskraft hoch.
Ausblick bleibt vorsichtig
Für die kommenden Monate zeigt sich das Management vorsichtig optimistisch. Das Marktumfeld bleibe insgesamt konstruktiv, so die Bank. Sie verweist auf solide Kundenaktivität und eine historisch hohe Dispersion am Aktienmarkt.
Gleichzeitig bremsen geopolitische Entwicklungen und volatile Energiepreise die Zuversicht. Sie schaffen laut UBS Unsicherheit bei Inflation und Zinsentwicklung.
Am Kapitalmarkt kam die Nachricht verhalten an: Die Aktie schloss am Mittwoch bei 45,19 Euro, ein Minus von 1,16 Prozent. Damit bleibt das Papier rund 6,2 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 48,19 Euro, das erst Mitte Juli erreicht wurde. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von 13,63 Prozent zu Buche.
Die letzte Integrationsphase dürfte in den kommenden Quartalen zum entscheidenden Prüfstein werden. Insbesondere der weitere Stellenabbau und das Tempo bei der IT-Abschaltung geben vor, wie schnell die UBS die Credit-Suisse-Integration tatsächlich hinter sich lässt.
UBS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue UBS-Analyse vom 30. Juli liefert die Antwort:
Die neusten UBS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für UBS-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
UBS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

