Rund 20 Milliarden Dollar zusätzliches Eigenkapital — das ist der Preis, den UBS für die neuen Schweizer Bankenregeln zahlen soll. JPMorgan-Analyst Kian Abouhossein lässt sich davon nicht beirren.
Kursziel bei 43 CHF trotz neuer Kapitalvorgaben
Am 23. April bestätigte Abouhossein sein „Buy“-Rating für die UBS-Aktie. Das Kursziel bleibt unverändert bei 43 CHF. Grundlage dieser Einschätzung: die laufende Integration der Credit Suisse und die starke operative Leistung im globalen Wealth Management.
Auslöser für die Marktbewegungen war die finale Kapitaladäquanzverordnung, die der Bundesrat am Mittwoch konkretisierte. Sie verlangt unter anderem eine vollständige Eigenkapitalunterlegung für ausländische Tochtergesellschaften. Das belastet die langfristige Kapitalplanung erheblich.
Teilerfolg für Ermotti — aber kein Freifahrtschein
Das Management um CEO Sergio Ermotti erkämpfte sich einige Zugeständnisse. Software-Vermögenswerte und latente Steueransprüche müssen nicht sofort vom harten Kernkapital abgezogen werden. Stattdessen gilt eine schrittweise Abschreibung über drei Jahre.
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JPMorgan wertet das als Abwendung des Worst-Case-Szenarios. Ein Entlastungssignal ist es trotzdem nicht: Die Eigenkapitalrendite bleibt unter Druck.
Die Börse quittierte die Verordnung am Donnerstag mit einem Minus von rund 3 Prozent. Der breite europäische Bankensektor verlor im gleichen Zeitraum nur 1,2 Prozent. Seither notiert die Aktie knapp über dem 200-Tage-Durchschnitt, rund 14 Prozent unter dem Jahreshoch von Januar.
Aktienrückkäufe in Gefahr?
Investoren fürchten, dass die strengeren Regeln künftige Aktienrückkäufe einschränken könnten. Ob diese Sorge berechtigt ist, dürfte sich am kommenden Mittwoch zeigen. Dann veröffentlicht UBS den Quartalsbericht — und das Management muss erklären, wie die neuen Kapitalanforderungen in die Finanzplanung passen.
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