UBS: Parlament entscheidet am 4. Mai

Die Schweizer Regierung fordert von der UBS Milliarden an zusätzlichem Kapital. Die Bank kritisiert den Entwurf als irreführend und bereitet sich auf eine politische Auseinandersetzung vor.

UBS Aktie
Kurz & knapp:
  • Neue Kapitalregeln fordern rund 20 Milliarden Dollar
  • UBS kritisiert Regierungspläne als irreführend
  • Parlament entscheidet über finales Gesetz
  • Aktie erholt sich trotz regulatorischer Unsicherheit

Die Schweizer Regierung zieht die regulatorischen Zügel an, und die UBS geht in die Offensive. Ein neuer Gesetzesentwurf des Bundesrats fordert Milliarden an zusätzlichem Kapital für die Großbank. Das Management kritisiert die Pläne als irreführend und bereitet sich auf eine politische Auseinandersetzung vor.

Milliardenlast durch neue Kapitalregeln

Am 22. April übermittelte der Bundesrat seinen finalen Vorschlag zur Änderung des Bankengesetzes an das Parlament. Im Kern geht es um die Kapitalbehandlung ausländischer Beteiligungen systemrelevanter Banken. Konkret plant die Regierung, dass Investitionen in ausländische Töchter künftig vollständig vom harten Kernkapital der UBS AG abgezogen werden.

Beide Maßnahmenpakete summieren sich nach Regierungsangaben auf einen zusätzlichen Kapitalbedarf von rund 20 Milliarden Dollar für die Schweizer Einheit. Allein die Änderungen der Kapitaladäquanzverordnung dürften die CET1-Kapitalquote der UBS Group um etwa 0,8 Prozentpunkte drücken. Das entspricht einer Reduktion von netto vier Milliarden Dollar.

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Die Bankleitung wehrt sich gegen die Darstellung aus Bern. UBS bezeichnet Teile der Regierungsunterlagen als irreführend und prüft die Dokumente derzeit im Detail. Da die regulatorischen Anpassungen voraussichtlich nicht vor 2027 in Kraft treten, hält der Vorstand an seiner bisherigen Strategie fest.

Das Renditeziel auf das harte Kernkapital bleibt bis Ende 2026 bei rund 15 Prozent. Auch die angestrebte Kosten-Ertrags-Quote von unter 70 Prozent hat Bestand. Parallel dazu bekräftigte das Management die geplanten Kapitalrückgaben an die Aktionäre für das laufende Jahr.

Parlament und operative Fakten im Fokus

Die endgültige Entscheidung über die Regulierung liegt nun beim Schweizer Parlament. Am 4. Mai befasst sich die Wirtschaftskommission des Ständerats mit dem Bankengesetz. Bereits im vergangenen Herbst warnten Parlamentarier vor einer Überregulierung, die den Finanzplatz schwächen könnte.

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Operativ läuft es für die Bank nach Plan. Die Credit-Suisse-Integration soll bis Jahresende im Wesentlichen abgeschlossen sein. Bisher übertreffen die Bruttokosteneinsparungen von 10,7 Milliarden Dollar die internen Zielvorgaben.

An der Börse honorieren Investoren diese Entwicklung. In den vergangenen 30 Tagen kletterte die UBS-Aktie um rund 13 Prozent auf aktuell 36,46 Euro. Damit hat sich das Papier seit dem Tief im vergangenen Sommer deutlich erholt, auch wenn seit Januar noch ein Minus in den Büchern steht.

Die nächste Richtungsentscheidung fällt in wenigen Tagen. Mit der Vorlage der Quartalsergebnisse am 29. April wird das Management die jüngsten Zuflüsse im Wealth Management offenlegen und sich voraussichtlich detailliert zu den Regierungsplänen äußern. Anschließend verlagert sich der Fokus nach Bern in die parlamentarischen Ausschüsse.

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