Ubtech Robotics hat grünes Licht von seinen Aktionären erhalten: Mit über 98 Prozent Zustimmung billigte die außerordentliche Hauptversammlung am 10. März die geplante Übernahme von Zhejiang Fenglong Electric für umgerechnet rund 237 Millionen US-Dollar. Der Deal soll die Lieferkette für humanoide Roboter direkt unter das Dach von Ubtech bringen – und das zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen seine Produktion massiv hochfährt.
Zweistufige Übernahme eines Präzisionsherstellers
Die Transaktion gliedert sich in zwei Schritte: Zunächst erwirbt Ubtech für 1,16 Milliarden Yuan einen Anteil von 29,99 Prozent an Zhejiang Fenglong von bestehenden Aktionären. Anschließend folgt ein freiwilliges Teilangebot für weitere 13,02 Prozent für rund 504 Millionen Yuan. Nach Abschluss würde Ubtech sechs von sieben Aufsichtsratssitzen bei Fenglong kontrollieren – und damit erstmals eine an Chinas A-Aktienmarkt notierte Tochtergesellschaft führen.
Fenglong fertigt Elektromotoren und Hydrauliksteuerungssysteme für Kunden wie Husqvarna, Caterpillar und Bosch Rexroth. Diese Fertigungskompetenz ist direkt auf die Anforderungen der Roboterproduktion übertragbar. Für Ubtech bedeutet der Zukauf sofort verfügbare Produktionskapazitäten – ohne den Zeit- und Kapitalaufwand eines Neubaus. Fenglong erzielte 2024 einen Umsatz von 479 Millionen Yuan bei einem Nettogewinn von 4,59 Millionen Yuan. Die Bewertung spiegelt Wachstumserwartungen wider: Der Nettogewinn soll bis 2026 auf 10 Millionen Yuan und bis 2028 auf 20 Millionen Yuan steigen.
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Ehrgeizige Produktionsziele, wachsendes Auftragsbuch
Die Übernahme ist eng mit den Produktionszielen verknüpft. Ubtech hat bereits Festaufträge für humanoide Roboter im Wert von 1,4 Milliarden Yuan in den Büchern. Die monatliche Produktion des Walker S2 übersteigt derzeit 300 Einheiten. Bis 2026 sollen jährlich 5.000 Roboter vom Band laufen, bis 2027 dann 10.000. Allein seit Anfang 2025 hat die Walker-Serie Aufträge von über 800 Millionen Yuan eingesammelt – von Kunden wie BYD, Audi FAW und Foxconn.
Hinzu kommen internationale Abschlüsse: Airbus hat Walker-S2-Einheiten für die Flugzeugmontage geordert und beschreibt die Zusammenarbeit als frühe Testphase für den Einsatz humanoider Roboter in der Luftfahrtfertigung. Auch Texas Instruments setzt Walker S2 in seinen Halbleiterwerken ein. Im Februar 2026 veröffentlichte Ubtech zudem sein selbst entwickeltes Vision-Language-Modell „Thinker“ als Open-Source-Software.
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Finanziert wird die Übernahme unter anderem aus einer Kapitalerhöhung vom November 2025, die über 3,1 Milliarden Hongkong-Dollar einbrachte und explizit für Investitionen und Akquisitionen vorgesehen war. Der Aktienkurs reagierte zuletzt dennoch mit Gegenwind: Bis zum 6. März verlor das Papier auf Wochensicht 9,34 Prozent auf 112,30 Hongkong-Dollar – ein Rückgang, den Marktbeobachter auf Verzögerungen im Übernahmeprozess zurückführen.
Nächste Termine im Blick
Am 19. März findet in Shenzhen eine zweite außerordentliche Hauptversammlung statt. Auf der Agenda stehen unter anderem ein neuer Rahmenvertrag für Ingenieurdienstleistungen zwischen der Tochtergesellschaft Wuxi Uqi Intelligent Technology und Miracle Automation Engineering sowie Änderungen am Grundkapital und der Satzung. Der Stichtag für die Stimmberechtigung der H-Aktionäre liegt am 13. März. Am 31. März veröffentlicht Ubtech seinen nächsten Geschäftsbericht.
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