Am Sonntag fällt die Entscheidung. Das Übernahme-Angebot für den chinesischen Präzisionshersteller Zhejiang Fenglong Electric läuft am 20. April ab — und mit ihm der wichtigste Schritt in Ubtechs Strategie, Humanoidroboter massentauglich zu machen.
237 Millionen Dollar für die Kostenwende
Das Vorhaben ist in zwei Phasen aufgeteilt. Im März sicherte sich Ubtech zunächst einen Anteil von knapp 30 Prozent an Fenglong Electric. Neun Tage später folgte das öffentliche Übernahmeangebot für weitere 13 Prozent zu 17,72 Renminbi je Aktie. Gelingt das vollständig, hält Ubtech insgesamt 43 Prozent — und damit seine erste A-Aktien-Tochtergesellschaft. Über 98 Prozent der Aktionärsstimmen fielen für die Transaktion.
Der strategische Kern: Fenglong fertigt Motoren und Hydraulikkomponenten, die Ubtech bislang extern bezieht. Durch die Integration will das Unternehmen rund 90 Prozent der Lieferkette in China lokalisieren. Management-Prognosen zufolge sollen die Produktionskosten dadurch jährlich um 20 bis 30 Prozent sinken. Das langfristige Ziel ist konkret: Der Walker S2, aktuell für rund 80.000 Dollar erhältlich, soll bis 2027 auf etwa 20.000 Dollar verbilligt werden.
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Zahlen, die den Kurs stützen
Die operativen Zahlen für 2025 liefern Rückenwind. Der Umsatz kletterte um 53 Prozent auf 2 Milliarden Renminbi, der Nettoverlust schrumpfte um 32 Prozent auf knapp 790 Millionen Renminbi. Die Bruttomarge stieg von 29 auf 38 Prozent — für 2026 peilt das Management 40 bis 43 Prozent an.
Erstmals wurden Humanoidroboter zum größten Umsatzsegment. 1.079 Einheiten verkaufte Ubtech im vergangenen Jahr, nach gerade einmal drei im Jahr zuvor. CEO Zhou Jian will 2026 auf 5.000 Auslieferungen kommen, 2027 dann auf 10.000.
Das Kundenportfolio wächst parallel: NIO und FAW-Volkswagen testen den Walker S2 in der Fertigung, Airbus im Flugzeugbau, Texas Instruments in der Halbleiterproduktion. Honda ist jüngst dazugekommen — neben BYD, Geely und Siemens.
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Wettbewerb und offene Baustellen
Der Druck von außen ist real. Tesla plant den Produktionsstart seines Optimus 3 für Sommer 2026, der chinesische Rivale D-Robotics sammelte zuletzt 120 Millionen Dollar ein. Chinesische Hersteller stellen laut Marktforschungsunternehmen Omdia bereits knapp 90 Prozent der globalen Humanoidroboter-Lieferungen — eine Position, die Ubtech mit der Fenglong-Integration zementieren will.
Eine Schwachstelle bleibt: Der Walker S2 erreicht derzeit nur die Hälfte der Arbeitseffizienz eines menschlichen Arbeiters. Bis 2027 soll dieser Wert auf 80 Prozent steigen.
Die Aktie notiert aktuell bei 12,33 Euro — rund 27 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom Oktober 2025, aber immerhin 25 Prozent über dem Jahrestief von Ende März. Mit dem Abschluss der Fenglong-Übernahme beginnt die eigentliche Integrationsarbeit: Gelingt die Kostensenkung im geplanten Tempo, wird die Preisstrategie für den Walker S2 zum entscheidenden Gradmesser für das gesamte Geschäftsmodell.
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