UMC meldet sich zurück. Nach einem heftigen Kursrutsch treibt ein Mix aus vollen Auftragsbüchern und technischen Fortschritten den Kurs um 7,32 Prozent nach oben. Die Talsohle scheint bei einem Kurs von 110,00 TWD vorerst durchschritten. Ein niedriger RSI von 34,8 lockte technisch orientierte Käufer an.

Kapazitäten fast vollständig ausgelastet

Der Chip-Hersteller aus Taiwan überzeugt mit Fakten. Im zweiten Quartal stieg die Auslastung der Fabriken auf 85 Prozent. Für das laufende dritte Quartal peilt das Management bereits einen Wert über der 90-Prozent-Marke an.

Besonders die 22/28-Nanometer-Chips verkaufen sich gut. Diese machen inzwischen 37 Prozent des Umsatzes aus. Parallel dazu startete UMC die Massenproduktion von Silicon Photonics für KI-Infrastrukturen.

Hohe Investitionen in KI-Infrastruktur

Die neue Technik beschleunigt den Datenfluss massiv bei geringerem Energieverbrauch. Das Unternehmen lieferte bereits erste 12-Zoll-Photonic-ICs an Kunden aus. Dies sichert UMC einen Platz in der nächsten KI-Generation.

UMC investiert kräftig in diesen Vorsprung. Das Budget für 2026 steigt auf 2,0 Milliarden US-Dollar. Das Geld fließt in neue Reinraumkapazitäten in Singapur und eine neue Fabrikhülle am Standort Taiwan.

Einmaleffekte treiben Nettogewinn

Der Nettogewinn sprang zuletzt auf über 42 Milliarden TWD. Allerdings halfen hier einmalige Effekte aus Beteiligungen kräftig nach. Das operative Ergebnis wuchs ohne diese Sonderposten dennoch um solide 32,6 Prozent.

Die Richtung stimmt. Falls UMC die operative Marge bei 35 Prozent stabilisiert, bleibt die Erholung nachhaltig. Die steigenden Auslastungszahlen im Herbst liefern dafür den nächsten wichtigen Anhaltspunkt.