Auf der heutigen Hauptversammlung in Mailand stellt UniCredit die Weichen für die kommenden Jahre. Nach einem Rekordgewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr winkt den Aktionären nicht nur eine massive Gewinnausschüttung. Das Management präsentiert gleichzeitig eine neue Strategie, die die Erträge bis 2028 weiter in die Höhe treiben soll.
Milliardenpaket zur Abstimmung
Im Zentrum des Aktionärstreffens steht ein gewaltiges Kapitalrückführungsprogramm für das Jahr 2025. Insgesamt 9,5 Milliarden Euro sollen an die Anteilseigner fließen. Dieses Paket teilt sich exakt zur Hälfte in eine Bardividende und ein Aktienrückkaufprogramm auf. Die Basis für diese Großzügigkeit bildet ein starkes operatives Fundament: Die Bank steigerte ihren Nettogewinn im vergangenen Jahr um 14 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro und verzeichnete damit das zwanzigste profitable Quartal in Folge.
Neue Strategie löst „Unlocked“ ab
Neben dem Rückblick auf das erfolgreiche Vorjahr markiert die Veranstaltung den offiziellen Startschuss für die nächste Unternehmensphase. Unter dem Titel „UniCredit Unlimited“ löst das Management das bisherige Strategieprogramm ab. Die Zielsetzung ist klar definiert: Bis 2028 soll der Nettogewinn auf 13 Milliarden Euro klettern, für das laufende Jahr 2026 werden bereits 11 Milliarden Euro angepeilt. Aktionäre sollen an diesem Wachstum durch eine konstante Ausschüttungsquote von 80 Prozent beteiligt werden. Über die nächsten drei Jahre plant die Bank so eine kumulierte Gesamtausschüttung von rund 30 Milliarden Euro.
Osteuropa-Geschäft liefert Impulse
Abseits der großen strategischen Linien in Italien treibt der Konzern auch sein regionales Geschäft voran. Erst am vergangenen Freitag platzierte die rumänische Tochtergesellschaft erfolgreich eine Unternehmensanleihe im Volumen von umgerechnet rund 118 Milliarden Euro an der Bukarester Börse. Die hohe Nachfrage institutioneller Investoren führte sogar zu einer Aufstockung des ursprünglichen Zielvolumens und unterstreicht die Strategie der Bank, ihre Finanzierungsbasis in Mittel- und Osteuropa breiter aufzustellen. An der Börse kommen die aktuellen Entwicklungen gut an. Die Aktie verzeichnet heute ein Plus von 3,09 Prozent und notiert bei 61,07 Euro, womit sie sich nach den Verlusten der vergangenen Wochen wieder etwas stabilisiert.
Stimmen die Aktionäre dem Dividendenvorschlag auf der heutigen Versammlung zu, erfolgt der Dividendenabschlag (Ex-Tag) am 20. April 2026. Die tatsächliche Auszahlung der Mittel auf die Konten der Anleger ist anschließend für den 22. April 2026 terminiert. Damit setzt das Institut seinen angekündigten Kurs der direkten Kapitalrückführung zeitnah um.
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