Die Pläne der UniCredit zur Übernahme der Commerzbank stoßen auf direkten Widerstand. Am Dienstag hat das Frankfurter Geldhaus die Offerte der Italiener offiziell zurückgewiesen und mangelnden Mehrwert für die eigenen Aktionäre kritisiert. Damit verhärtet sich ein strategischer Konflikt, der den weiteren Expansionskurs der Bank vorerst bremst.
Fehlende Synergien und schlechte Kommunikation
Das Management der Commerzbank ließ an dem Angebot klare Kritik laut werden. Der vorgeschlagene Aktientausch biete keine angemessene Prämie für die Anteilseigner. Zudem betonte das deutsche Institut, dass es einen Großteil der von UniCredit in Aussicht gestellten Synergien auch aus eigener Kraft heben könne.
Ein weiterer Streitpunkt ist die Vorgehensweise der Mailänder. Öffentliche Ankündigungen ohne vorherige Abstimmung haben in Frankfurt für Unmut gesorgt. Laut der Commerzbank existiert aktuell keine erkennbare Basis für eine einvernehmliche Lösung. An der Börse spiegelt sich diese zähe Hängepartie wider. Mit einem gestrigen Schlusskurs von 62,45 Euro notiert das Papier knapp sechs Prozent unter seiner 200-Tage-Linie. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von rund 13 Prozent zu Buche.
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Der Kampf um die Unabhängigkeit
Die UniCredit hält derweil bereits 26 Prozent der Anteile direkt sowie weitere vier Prozent über Derivate. Ein Überschreiten der wichtigen 30-Prozent-Schwelle erfordert allerdings grünes Licht von der Europäischen Zentralbank und der BaFin. Mit entsprechenden Genehmigungen kalkulieren Experten nicht vor dem ersten Halbjahr 2027.
Neben dem Widerstand des Managements stellt sich auch die Bundesregierung mit ihrem Anteil von 12,7 Prozent gegen die Transaktion. Der nächste konkrete Meilenstein in diesem Ringen folgt am 8. Mai 2026. An diesem Tag wird die Commerzbank im Rahmen ihrer Quartalszahlen neue, erhöhte Finanzziele präsentieren und muss beweisen, dass der Alleingang für die Aktionäre tatsächlich lukrativer ist.
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