UniCredit hat am Mittwoch die Heimarbeit für die direkt an Vorstandschef Andrea Orcel berichtenden Führungskräfte mit sofortiger Wirkung beendet. Wie Reuters unter Berufung auf Gewerkschaften berichtete, plant die Bank, die Maßnahme im kommenden Jahr auf weitere Beschäftigte auszuweiten.
Umbau im Versicherungsgeschäft abgeschlossen
Am Dienstag schloss UniCredit die vollständige Eingliederung ihres Lebensversicherungsgeschäfts ab. Nach Unternehmensangaben verschmolz UniCredit Vita Assicurazioni S.p.A. mit UniCredit Life Insurance S.p.A. Damit ist die Überführung dieses Geschäfts in den Konzern abgeschlossen.
Für den neuen Versicherer nannte UniCredit Reserven von 46 Milliarden Euro. Das Prämienvolumen belief sich im Jahr 2025 auf 9 Milliarden Euro.
Auch eine grenzüberschreitende Verschmelzung innerhalb des Konzerns ist wirksam geworden: UniCredit SA/NV ging am 1. November in UniCredit S.p.A. auf. Die entsprechende Urkunde wurde nach Angaben der Bank am 28. Oktober ausgefertigt und am 29. Oktober registriert.
Nachfolgesuche und Geschäft mit Indien
Eine personelle Veränderung kündigte UniCredit am 28. Oktober an. Verwaltungsratspräsident Pier Carlo Padoan wird sein Amt aus persönlichen Gründen zum Ende seiner Amtszeit niederlegen. Der Nominierungsausschuss soll gemeinsam mit ihm einen Nachfolger identifizieren.
Im grenzüberschreitenden Bankgeschäft unterzeichnete UniCredit am Montag eine Absichtserklärung mit der ICICI Bank. Die Vereinbarung soll Geschäftsmöglichkeiten sowie Handels- und Investitionsströme zwischen Europa und Indien unterstützen.
Als Tätigkeitsfelder nennen die Banken das Firmenkundengeschäft, Devisen, Betriebsmittelfinanzierungen sowie Handels- und Lieferkettenfinanzierungen.
Für Deutschland hatte UniCredit am 30. Oktober zugesagt, die Finanzierung mittelständischer Unternehmen zu stärken. Dabei will die Bank auf den bestehenden Netzwerken von HVB und Commerzbank aufbauen; die Zusage erfolgte im Rahmen ihres angestrebten Commerzbank-Erwerbs.
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