Unilever hat heute seine Zahlen für 2025 vorgelegt – und die Anleger reagieren enttäuscht. Die Aktie verliert im frühen Handel über drei Prozent und notiert bei 5.154 Pence. Der Grund: Das Wachstum im laufenden Jahr dürfte am unteren Ende der Zielspanne liegen.
Konkret rechnet der Konsumgüterkonzern für 2026 mit einem bereinigten Umsatzwachstum von vier bis sechs Prozent – allerdings eher am unteren Rand dieser Spanne. CEO Fernando Fernandez, der erst im März 2025 das Ruder übernahm, verweist auf schwächelnde Märkte in den USA und Europa. Im vierten Quartal wuchs der Umsatz in Nordamerika nur noch um 2,8 Prozent, in Europa sogar nur um 0,1 Prozent.
Schwaches Umfeld in Industrieländern
Das bereinigte Umsatzwachstum für das Gesamtjahr 2025 lag bei 3,5 Prozent. Doch der starke Euro zehrte diesen Zuwachs komplett auf: Der ausgewiesene Umsatz fiel um knapp vier Prozent auf 50,5 Milliarden Euro. Immerhin konnte Unilever dank Sparmaßnahmen das operative Ergebnis um gut zwei Prozent auf neun Milliarden Euro steigern.
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Fernandez dämpfte auf der Analystenkonferenz die Erwartungen weiter: Die Preise dürften 2026 nur um rund zwei Prozent steigen – deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von drei Prozent. Der Kostendruck in den Industrieländern bleibt hoch, die Konsumlaune verhalten.
Schwellenländer als Hoffnungsträger
Ein Lichtblick bleibt: Die Schwellenländer laufen weiter gut. Im vierten Quartal übertraf das bereinigte Umsatzplus mit 4,2 Prozent die Erwartungen von 3,9 Prozent. Märkte wie Indien, Indonesien und China treiben das Geschäft. Die Frage ist nur: Reicht das aus, wenn die entwickelten Märkte weiter schwächeln?
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Seit der Abspaltung des Eiscreme-Geschäfts im Dezember steht Fernandez unter Druck, die neue Strategie zu beweisen. Unilever konzentriert sich nun stärker auf Körperpflege, Beauty und Wellness – mehr als die Hälfte des Umsatzes entfällt bereits auf diese Bereiche. Ob das die richtige Weichenstellung war, wird sich 2026 zeigen müssen.
Immerhin kündigte das Unternehmen ein Aktienrückkaufprogramm über 1,5 Milliarden Euro an. Die operative Marge soll gegenüber den 20 Prozent aus 2025 „moderat“ steigen. Die Analysten von RBC Capital Markets sehen zwar Fortschritte, mahnen aber Geduld an: „Es wird Zeit brauchen.“ JPMorgan hält derweil an der Kaufempfehlung fest und bestätigt das Kursziel von 5.700 Pence.
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