Universal Music Aktie: Durchbruch bei Downtown-Deal

Die EU-Kommission erlaubt Universal Music den Kauf von Downtown für 775 Millionen Dollar, verlangt aber den Verkauf der Tochter Curve, um Wettbewerbsbedenken auszuräumen.

Universal Music Aktie
Kurz & knapp:
  • Letzte regulatorische Hürde für 775-Millionen-Deal genommen
  • Zustimmung an Veräußerung der Plattform Curve geknüpft
  • Ziel ist globales End-to-End-Angebot für Künstler
  • Abschluss der Transaktion in den kommenden Wochen

Die EU-Kommission hat grünes Licht gegeben: Universal Music darf das US-Musikunternehmen Downtown für 775 Millionen Dollar übernehmen. Allerdings nicht ohne Auflagen. Was bedeutet die heutige Entscheidung für den weltgrößten Musikkonzern?

Die Brüsseler Wettbewerbshüter knüpfen ihre Zustimmung an eine entscheidende Bedingung: Universal muss die Downtown-Tochter Curve vollständig abstoßen. Über diese Plattform werden Lizenzkosten abgerechnet – ein sensibles Geschäft. Die Kommission befürchtet, dass Universal durch Curve Zugang zu vertraulichen Geschäftsdaten von Konkurrenten erhalten könnte. Ein klassischer Fall von zu viel Marktmacht.

Letzte regulatorische Hürde genommen

Die heutige Genehmigung ist die finale regulatorische Voraussetzung für den Abschluss der Transaktion. Virgin Music Group, die zu Universal gehört, und Downtown begrüßten die Entscheidung umgehend. Der Deal soll nun in den kommenden Wochen abgeschlossen werden.

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Die EU-Kommission hatte im Juli 2025 eine eingehende Untersuchung eingeleitet. Der Grund: Universal gehört zu den drei größten Musiklabels weltweit. Bei solchen Marktschwergewichten prüft Brüssel besonders kritisch, ob eine Übernahme den freien Wettbewerb unverhältnismäßig einschränken könnte.

Was Universal mit Downtown plant

Die Kombination verspricht ein globales End-to-End-Angebot für unabhängige Künstler und Rechteverwerter. Downtown wurde 2007 gegründet und betreut heute über 5.000 Geschäftskunden sowie mehr als vier Millionen Kreative in 145 Ländern. Zum Portfolio gehören bekannte Namen wie FUGA, CD Baby und Downtown Music Publishing.

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Nach dem Zusammenschluss wird Virgin Music Group eine deutlich breitere Palette an Dienstleistungen bieten können – von digitaler und physischer Distribution über Marketing bis hin zu Nachbarrechten und Rechtemanagement. Die Nat Pastor und JT Myers, Co-CEOs von Virgin Music Group, betonen die kulturelle Kompatibilität beider Unternehmen.

EU-Wirtschaftskommissar Valdis Dombrovskis zeigte sich zufrieden mit der Lösung: Die Untersuchung habe bestätigt, dass auch nach der Übernahme eine große Zahl von Unternehmen Vertriebsdienstleistungen für europäische Musiklabels und Künstler anbieten werde. Die Kommission wird nun in einem gesonderten Verfahren einen geeigneten Käufer für Curve genehmigen.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.