UPM-Kymmene baut sein Geschäft mit biobasierten Chemikalien weiter aus. Der finnische Forst- und Chemiekonzern übernimmt geistiges Eigentum rund um Avantiums Ray Technology. Für die Aktie ist das eher ein strategisches Signal als ein finanzieller Treiber.
Der Konzern will damit sein Portfolio für die Herstellung biobasierter Glycole verbreitern. Es geht um Patente und Erfindungsmeldungen für eine Technik, mit der sich Monoethylenglykol und Monopropylenglykol aus pflanzlichen Zuckern herstellen lassen.
Mehr Spielraum für Bio-Chemie
UPM sieht den Zukauf als Erweiterung der eigenen IP-Basis. Das Unternehmen will damit seine Fähigkeiten bei der Umwandlung lignozellulosischer Biomasse in biobasierte Glycole stärken. Auch die Flexibilität bei möglichen Prozesskonfigurationen dürfte dadurch steigen.
Passend dazu läuft in Leuna bereits der industrielle Anlauf für Chemikalien aus lignozellulosischer Biomasse. UPM verknüpft den Patentkauf also mit einem Feld, in dem der Konzern operativ schon aktiv ist.
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Der Deal gilt nicht als finanziell wesentlich. Genau das macht die Nachricht interessant: UPM kauft nicht wegen eines großen Einmal-Effekts, sondern um sich technologisch breiter aufzustellen.
Parallel dazu bewegt sich der Konzern an mehreren Fronten
Am 3. Juni berief UPM Joonas Rauramo zum Executive Vice President für UPM Energy. Er soll das Amt am 1. Oktober übernehmen. Der Schritt passt zu dem Ausbau des Energiesegments, das von der Nachfrage nach emissionsfreiem Strom profitieren soll.
Auch im Papiergeschäft bleibt der Konzern in Bewegung. Der geplante Joint Venture mit Sappi über 1,42 Milliarden Euro bei grafischem Papier ist bei der EU-Fusionsprüfung vorerst gebremst worden. Die Behörden warten auf zusätzliche Informationen beider Unternehmen.
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Die Aktie reagierte zuletzt verhalten. Am Freitag schloss sie bei 25,02 Euro und gab um 0,75 Prozent nach. Auf Sicht von 30 Tagen liegt das Papier 2,04 Prozent im Minus und notiert damit auch unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 25,80 Euro.
Kursbild bleibt abwartend
Im größeren Bild bewegt sich die Aktie seitwärts bis leicht schwächer. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 0,79 Prozent zu Buche. Der RSI von 44,5 signalisiert kein überdehntes Chartbild, eher eine neutrale Zone.
Für UPM bleibt damit die operative Erzählung im Vordergrund: Biochemie ausbauen, Energie stärken, das klassische Papiergeschäft neu sortieren. Der Patentkauf von Avantium ist dabei kein Paukenschlag. Er ist ein weiterer Baustein in einem Umbau, der den Konzern langfristig breiter aufstellen soll.
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