UPM-Kymmene leitet die finale Phase seines Konzernumbaus ein. Der finnische Forstriese spaltet sein Sperrholzgeschäft ab und bringt es unter dem Namen WISA Group an die Börse Helsinki. Damit schärft das Management sein Profil im Bereich der Biokraftstoffe und Energielösungen.

Ein Neustart für das Sperrholzgeschäft

Die Pläne sehen vor, sämtliche Vermögenswerte der Sparte auf die neue WISA Group zu übertragen. Aktionäre erhalten pro UPM-Aktie ein zusätzliches Papier der neuen Gesellschaft. Das Vorhaben umfasst sieben Werke sowie rund 1.500 Beschäftigte. UPM will sich künftig stärker auf die Dekarbonisierung konzentrieren. Die Trennung soll zudem die Schwankungen bei den Konzernergebnissen reduzieren.

Ambitionierte Ziele bis 2030

WISA Group startet mit klaren Vorgaben in die Eigenständigkeit. Bis zum Jahr 2030 soll der Jahresumsatz auf über 550 Millionen Euro steigen. Das Unternehmen strebt eine operative Marge von etwa 13 Prozent an. Die jüngste operative Entwicklung stützt diesen Optimismus.

Im ersten Halbjahr 2026 erwirtschaftete das Segment einen Betriebsgewinn von 33 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es lediglich 9 Millionen Euro gewesen. Dieser deutliche Zuwachs unterstreicht die Dynamik vor dem geplanten Börsengang.

Fokus auf wertschöpfende Produkte

Während die Abspaltung voranschreitet, passt UPM seine Kapazitäten an. Das Zellstoffwerk Kaukas in Finnland bleibt für sechs Wochen geschlossen. Dieser Schritt dient der Optimierung der Holzversorgung. Er reagiert zudem auf den anhaltenden Kostendruck am Markt.

CEO Massimo Reynaudo setzt künftig verstärkt auf Produkte mit hoher Wertschöpfung. Die Volatilität der Erträge soll durch den Fokus auf neue Energielösungen sinken. Das Sperrholzgeschäft passte zuletzt immer seltener in dieses strategische Raster.

Die Aktionäre entscheiden Ende August 2026 über die Umsetzung der Abspaltung. Aktuell notiert die Aktie bei 23,20 Euro. Seit Jahresbeginn verlor der Titel rund 6,6 Prozent an Wert. Der Abschluss des Spin-offs ist für diesen Herbst vorgesehen.