Amerikas Jobmarkt erweist sich erneut als widerstandsfähiger als gedacht. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen überraschend auf 197.000, während Ökonomen mit einem leichten Anstieg gerechnet hatten. Für die US-Notenbank Federal Reserve bedeutet diese anhaltende Stärke freie Bahn für weitere Zinserhöhungen.
In der Woche bis zum 19. September sank die Zahl der Anträge um 1.000. Der Wert der Vorwoche wurde nachträglich auf 198.000 nach oben revidiert. Damit verharrt die Kennziffer nahe historischen Tiefständen.
Der Vierwochendurchschnitt fiel um 1.750 auf 202.250 Anträge. Er gilt als verlässlicherer Indikator für den Trend, weil er kurzfristige Schwankungen glättet. Seit Jahresbeginn liegt das Niveau im Schnitt bei rund 210.000 – ein Wert, der zuletzt Ende der 1960er-Jahre erreicht wurde.
Stabile Lage trotz Gegenwind
Entlassungswellen bleiben in den USA bisher aus. Allerdings zeigen sich viele Unternehmen bei Neueinstellungen zurückhaltend. Belastend wirken steigende Energiepreise infolge des Konflikts mit dem Iran sowie Importzölle. Zugleich verschärfen Pensionierungen und eine striktere Einwanderungspolitik den Mangel an Fachkräften.
Auch die fortlaufenden Anträge auf Arbeitslosenunterstützung signalisieren ein stabiles Bild. Sie legten in der Woche bis zum 12. September nur leicht um 2.000 auf 1,719 Millionen zu. Wer seine Anstellung verliert, findet demnach weiterhin vergleichsweise zügig eine neue Beschäftigung. Die Arbeitslosenquote lag im August unverändert bei 4,1 Prozent.
Druck auf die Anleihemärkte
An den Finanzmärkten sorgten die Daten für Ernüchterung. Eine anhaltend niedrige Arbeitslosigkeit nimmt den Hoffnungen auf eine rasche Zinspause der Fed den Wind aus den Segeln. Die Notenbank hatte ihren Leitzins in der vergangenen Woche erstmals seit drei Jahren wieder angehoben – um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent.
Die Reaktion an den Terminmärkten folgte prompt. Die US-Aktien-Futures gaben nach: Der Kontrakt auf den Nasdaq 100 verlor ein Prozent, jener auf den S&P 500 büßte 0,5 Prozent ein. Parallel dazu kletterte die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe auf 5,13 Prozent. Für zusätzlichen Inflationsdruck sorgt Rohöl der Sorte WTI, das zuletzt bei 93,80 Dollar je Barrel notierte.
Die Mehrheit der Währungshüter stellt sich bereits auf eine längere Straffung ein. Laut den jüngsten Fed-Projektionen rechnen 16 der 18 Mitglieder im weiteren Jahresverlauf mit mindestens einem weiteren Zinsschritt nach oben.
NASDAQ 100: Kaufen oder verkaufen?! Neue NASDAQ 100-Analyse vom 24. September liefert die Antwort:
Die neusten NASDAQ 100-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für NASDAQ 100-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
NASDAQ 100: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


