US-Gesandter Witkoff verhandelt mit Putin über Friedensplan

Nach einem dreistündigen Treffen prüft Moskau die US-Konzepte; eine Einigung kam nicht zustande.

KI-generiertes Symbolbild
Symbolbild, KI-generiert
Kurz & knapp:
  • Putin erhielt neue Friedenskonzepte
  • Kreml prüft die übergebenen Vorschläge
  • Gespräche brachten keine Einigung
  • Witkoff reist zur Berichterstattung nach Oslo

Die diplomatische Initiative der Vereinigten Staaten für ein Ende des Ukraine-Krieges bringt vorerst keine greifbaren Ergebnisse, hält aber die Gesprächskanäle offen. Nach einer rund dreistündigen Unterredung im Konstantinpalast in St. Petersburg beendeten US-Unterhändler Steve Witkoff und Kremlchef Wladimir Putin ihre Gespräche. Konkrete Einigungen blieben aus. Allerdings liegen der russischen Führung nun neue Vorschläge vor, die Putin prüfen will.

Neue Vorschläge nach Vorgesprächen in Oslo

Witkoff überreichte dem Kremlchef Dokumente mit Konzepten für eine Friedenslösung. Die Unterlagen basieren auf Konsultationen, die der Sondergesandte zuvor in Oslo mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und europäischen Politikern geführt hatte. Witkoff äußerte die Hoffnung auf eine Wiederaufnahme direkter Dreiergespräche zwischen Moskau und Kiew unter US-Vermittlung und betonte, es gebe derzeit ein Momentum für ein Ende der Kampfhandlungen.

Auf russischer Seite nahmen neben Putin dessen außenpolitischer Berater Juri Uschakow sowie der Beauftragte für internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit, Kirill Dmitrijew, teil. Zum Auftakt des Treffens gab Putin die Freilassung des US-Bürgers Stephen Hubbard bekannt, der 2024 in Russland verurteilt worden war. Hubbard befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits am Flughafen Pulkowo.

Prüfung im Kreml und Rückreise nach Norwegen

Über die genauen Inhalte des übergebenen Friedensplans drangen keine Details nach außen. Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigte lediglich, dass die russische Führung die Vorschläge analysieren werde.

Die Ukraine wehrt sich mittlerweile seit mehr als viereinhalb Jahren gegen den russischen Angriffskrieg. Witkoff reist nach den Unterredungen in St. Petersburg direkt zurück nach Oslo, um den europäischen Partnern und der Führung in Kiew über Moskaus Haltung zu berichten.

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Felix Baarz arbeitet seit 2016 als Wirtschaftsjournalist und gehört zur Redaktion der YES Investmedia GmbH.Unter seinem Namen erscheinen auf Trading-Treff seit März 2025 Beiträge zu Aktien, Trading und Indizes sowie zu wirtschaftlichen Rahmenthemen. Schwerpunkte sind Rohstoffwerte sowie KI- und Technologiewerte.Quellen dieses Ressorts: Unternehmensmitteilungen und Pflichtveröffentlichungen, Geschäftsberichte und Quartalszahlen, Kurs- und Handelsdaten der Börsenplätze sowie Meldungen der Nachrichtenagenturen. Bei Index- und Trading-Themen zusätzlich die Zusammensetzung und Anpassungen der Indexanbieter sowie Terminmarktdaten; bei Technologie- und KI-Werten Produktankündigungen und Geschäftszahlen der Unternehmen.Einordnung: Analystenurteile und Kursziele erscheinen als Aussage der jeweiligen Häuser, nicht als Bewertung der Redaktion. Kurs- und Unternehmensangaben geben den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder.