US-Industrie wächst überraschend stark im Oktober

Der ISM-Index steigt auf 55,5 Punkte; Produktion und Aufträge gewinnen an Dynamik, während der Preisanstieg bei Einkaufskosten nachlässt.

KI-generiertes Symbolbild
Symbolbild, KI-generiert
Kurz & knapp:
  • ISM-Index erreicht 55,5 Punkte
  • Produktion steigt auf 59,0 Zähler
  • Neue Aufträge legen leicht zu
  • Einkaufspreisindex sinkt auf 75,2 Punkte

Die US-Industrie hat im Oktober deutlich mehr Schwung aufgenommen als an den Märkten erwartet. Der Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management stieg auf 55,5 Zähler, nachdem Volkswirte im Schnitt mit maximal 54,6 Punkten gerechnet hatten. Damit setzt der Sektor seinen Wachstumskurs klar fort, da Werte oberhalb der Schwelle von 50 Punkten eine wirtschaftliche Expansion anzeigen.

Starke Produktion treibt das Stimmungsbarometer

Haupttreiber der unerwarteten Dynamik war die Fertigung. Das Teilbarometer für die laufende Produktion kletterte im Oktober von 56,7 auf 59,0 Punkte. Auch der Eingang an neuen Aufträgen legte leicht zu und erreichte einen Stand von 55,5 Zählern.

Die Entwicklung untermauert das Bild einer breiteren industriellen Erholung. Allerdings könnten anhaltend hohe Zinsen und spürbare Energiekosten das Tempo in den kommenden Monaten wieder bremsen, dämpfen dürften sie den Aufwärtstrend jedoch nicht vollständig. Zeitgleich verlangsamten sich die Lieferzeiten der Zulieferer leicht, was in Phasen anziehender Kundennachfrage ein gewohntes Muster darstellt.

Preisdruck lässt nach

Auf der Kostenseite zeichnet sich derweil etwas Entspannung ab. Der Teilindex für die Einkaufspreise sank im Oktober auf 75,2 Punkte, nachdem er im Vormonat noch bei 77,9 Zählern gelegen hatte. Das signalisiert ein langsameres Tempo beim Preisanstieg.

Am Arbeitsmarkt bleibt die Tendenz trotz eines leichten Rückgangs positiv. Mit 52,4 Zählern hielt sich der Beschäftigungsindikator den vierten Monat in Folge über der Expansionsschwelle, was auf weitere Stellenschaffung im verarbeitenden Gewerbe hinweist.

Konkrete Hinweise auf die Gesamtwirtschaft folgen am Mittwoch. Dann legt das Institut seine Umfrageergebnisse für den US-Dienstleistungssektor vor, für den Experten nach 54,9 Punkten im September einen leichten Rückgang auf 54,7 Zähler im Oktober prognostizieren.

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Felix Baarz arbeitet seit 2016 als Wirtschaftsjournalist und gehört zur Redaktion der YES Investmedia GmbH.Unter seinem Namen erscheinen auf Trading-Treff seit März 2025 Beiträge zu Aktien, Trading und Indizes sowie zu wirtschaftlichen Rahmenthemen. Schwerpunkte sind Rohstoffwerte sowie KI- und Technologiewerte.Quellen dieses Ressorts: Unternehmensmitteilungen und Pflichtveröffentlichungen, Geschäftsberichte und Quartalszahlen, Kurs- und Handelsdaten der Börsenplätze sowie Meldungen der Nachrichtenagenturen. Bei Index- und Trading-Themen zusätzlich die Zusammensetzung und Anpassungen der Indexanbieter sowie Terminmarktdaten; bei Technologie- und KI-Werten Produktankündigungen und Geschäftszahlen der Unternehmen.Einordnung: Analystenurteile und Kursziele erscheinen als Aussage der jeweiligen Häuser, nicht als Bewertung der Redaktion. Kurs- und Unternehmensangaben geben den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder.