US-Verbrauchervertrauen hellt sich im Oktober spürbar auf

Niedrigere Benzinkosten hoben die Stimmung, doch hohe Preise und geplante Ausgabenkürzungen belasten weiterhin den US-Konsum.

KI-generiertes Symbolbild
Symbolbild, KI-generiert
Kurz & knapp:
  • Vertrauensindex steigt auf 91,7 Punkte
  • Günstigerer Sprit verbessert die Verbraucherstimmung
  • Beide Teilindizes legten im Oktober zu
  • Haushalte planen geringere Ausgaben in sechs Monaten

Sinkende Benzinpreise verschaffen den US-Haushalten kurzfristig etwas Luft. Entgegen den Erwartungen vieler Ökonomen hat sich die Stimmung der amerikanischen Verbraucher im Oktober spürbar aufgehellt. Der Stimmungszuwachs ändert allerdings wenig daran, dass die Belastungen durch hohe Lebenshaltungskosten den Konsum weiterhin dämpfen.

Das Conference Board verzeichnete für seinen Verbrauchervertrauensindex einen Anstieg auf 91,7 Punkte. Im Vormonat hatte der Wert nach einer Aufwärtskorrektur bei 84,2 Zählern gelegen. Ökonomen hatten im Vorfeld mit einer weiteren Eintrübung gerechnet.

Hinter dem Stimmungsaufschwung steht vor allem die Entlastung an den Zapfsäulen. Günstigere Spritpreise federten die alltäglichen Kosten der Privathaushalte ab und sorgten für unmittelbare Erleichterung im Monatsvergleich.

Entsprechend legten die beiden Teilbereiche der Erhebung zu. Der Index für die gegenwärtige Lage kletterte auf 120,4 Zähler. Das Barometer für die kurzfristigen Erwartungen stieg auf 72,6 Punkte.

Kaufkraftverluste belasten Konsumpläne

Trotz dieser Aufhellung bleibt die Grundstimmung fragil. Der übergeordnete Abwärtstrend der vergangenen Jahre setzt sich fort. Das anhaltend erhöhte Preisniveau schmälert die reale Kaufkraft der privaten Haushalte weiterhin empfindlich.

Für die kommenden sechs Monate kündigen die Verbraucher geringere Ausgaben an. Das betrifft sowohl Dienstleistungen als auch langlebige Wirtschaftsgüter. Die hartnäckige Inflation veranlasst viele Familien dazu, größere Anschaffungen aufzuschieben und das verfügbare Budget strikter zu verwalten.

Eine separate Erhebung der Universität Michigan bestätigte diese Stabilisierung. Der dortige Stimmungsindex wurde nachträglich auf 48,0 Punkte nach oben korrigiert, nachdem eine frühere Schätzung bei 46,3 Punkten gelegen hatte.

Die Entspannung an den Tankstellen verschafft den US-Bürgern eine Atempause, gleicht die vorangegangenen Reallohnverluste aber nicht aus. Solange das Preisniveau die Budgets strapaziert, dürften die privaten Konsumausgaben der wichtigste Bremsklotz für eine dynamische Wirtschaftsentwicklung bleiben.

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Felix Baarz arbeitet seit 2016 als Wirtschaftsjournalist und gehört zur Redaktion der YES Investmedia GmbH.Unter seinem Namen erscheinen auf Trading-Treff seit März 2025 Beiträge zu Aktien, Trading und Indizes sowie zu wirtschaftlichen Rahmenthemen. Schwerpunkte sind Rohstoffwerte sowie KI- und Technologiewerte.Quellen dieses Ressorts: Unternehmensmitteilungen und Pflichtveröffentlichungen, Geschäftsberichte und Quartalszahlen, Kurs- und Handelsdaten der Börsenplätze sowie Meldungen der Nachrichtenagenturen. Bei Index- und Trading-Themen zusätzlich die Zusammensetzung und Anpassungen der Indexanbieter sowie Terminmarktdaten; bei Technologie- und KI-Werten Produktankündigungen und Geschäftszahlen der Unternehmen.Einordnung: Analystenurteile und Kursziele erscheinen als Aussage der jeweiligen Häuser, nicht als Bewertung der Redaktion. Kurs- und Unternehmensangaben geben den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder.