Eigentlich klingen mehr als 70 Prozent Wirksamkeit nach einem vollen Erfolg für einen neuen Impfstoff. Bei den lang erwarteten Phase-3-Daten zur Lyme-Borreliose erlebten Valneva und Partner Pfizer am Montag allerdings eine böse Überraschung. Ein verfehlter statistischer Primärendpunkt löste bei dem französischen Biotech-Unternehmen einen massiven Ausverkauf aus.
Die gemeinsam durchgeführte VALOR-Studie für den Borreliose-Impfstoffkandidaten VLA15 zeigte zwar eine Schutzwirkung von über 73 Prozent. Das Problem liegt jedoch in der Mathematik: Da im Studienzeitraum weniger Lyme-Erkrankungen auftraten als vorab kalkuliert, wurde das statistische Hauptkriterium der ersten Analyse verfehlt. Obwohl eine zweite Auswertung die nötige Eindeutigkeit erreichte, reagierten Investoren unerbittlich auf diesen Makel beim wichtigsten Hoffnungsträger des Unternehmens.
Die regulatorische Unsicherheit schickte den Kurs auf Talfahrt. Allein auf Wochensicht brach das Papier um 37,72 Prozent ein und notiert aktuell bei nur noch 2,95 Euro. Während der breit aufgestellte US-Partner Pfizer die Nachricht an der Börse nahezu unbeschadet wegsteckte, werteten Marktbeobachter die verfehlte Statistik bei Valneva als schweren Rückschlag für die Wachstumsstory.
Pfizer hält an Zulassung fest
Ungeachtet der statistischen Einschränkungen plant Pfizer weiterhin, den Impfstoff bei den zuständigen Behörden einzureichen. Ein konkreter Zeitplan dafür steht noch aus. Wie die Regulierer die vorliegende Datenlage letztlich gewichten, wird über die Zukunft des weltweit einzigen weit fortgeschrittenen Borreliose-Vakzins für Menschen entscheiden.
Finanzielles Polster und neue Katalysatoren
Bis zu einer endgültigen Entscheidung der Aufsichtsbehörden sichern die jüngst vorgelegten Jahreszahlen den operativen Betrieb ab. Valneva beendete das Jahr 2025 mit liquiden Mitteln in Höhe von 109,7 Millionen Euro, reduzierte den operativen Cash-Burn um 21 Prozent und prognostiziert für das laufende Jahr Umsätze zwischen 155 und 170 Millionen Euro. Der nächste wesentliche Meilenstein für die Pipeline steht ebenfalls bereits fest: Mitte 2026 erwartet das Unternehmen Phase-2-Daten zu seinem Shigella-Impfstoffkandidaten, der mit einem FDA-Fast-Track-Status ausgestattet ist und einen potenziellen 500-Millionen-Dollar-Markt adressiert.
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